Wo wohnen die Kasseler am längsten?

Harleshäuser lieben ihre Heimat - Nordstadt mit viel Fluktuation 

Kassel. Die Einwohner von Harleshausen sind ihrem Stadtteil besonders treu. Das geht aus Datenmaterial hervor, das die Stadt Kassel jetzt veröffentlicht hat.

Mehr als drei Viertel der Bewohner wohnen schon länger als zehn Jahre in Harleshausen. Das sind 8919 der 12.875 Einwohner. Betrachtet man nicht die Wohndauer im Stadtteil, sondern in Kassel insgesamt, scheinen die Nordshausener der documenta-Stadt besonders verbunden zu sein. Sie wohnen durchschnittlich seit 28 Jahren in Kassel. 

In Nord-Holland, Wesertor und Rothenditmold hingegen zeigt sich allerdings ein deutlich anderes Bild. Hier lebt nicht mal die Hälfte der Einwohner seit zehn Jahren im Stadtteil. Am wenigsten treu sind die Bewohner der Nordstadt ihrem Stadtteil. Nur ein Drittel wohnt hier länger als zehn Jahre. Ein Grund dafür ist, ähnlich wie in Wesertor und Rothenditmold, der hohe Anteil an Studenten. Wer zum Studium nach Kassel kommt, der will zum einen uninah, zum anderen aber auch oftmals preisgünstig wohnen. Außerdem ist vielen Studenten eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr wichtig.

Noch mehr Daten zur Kasseler Bevölkerung finden Sie im Statistikatlas der Stadt.

In den Stadtteilen im äußeren Bereich Kassels mit ländlicher Struktur, wohnen die Bürger deutlich länger. Einfamilienhäuser prägen das Bild. Oftmals leben hier Familien mit Kindern, die ein Haus gebaut oder gekauft haben und planen dort länger zu bleiben. Mehrfamilienhäuser mit Mietwohnungen gibt es in Wolfsanger, Nordshausen und am Jungfernkopf weniger, als in den zentraler gelegenen Stadtteilen. Mehr als 70 Prozent der Bewohner leben hier bereits länger als zehn Jahre.

Wenn man die ganze Stadt betrachtet, ist es in Kassel ähnlich, wie in Hannover und Wiesbaden. Mehr als 60 Prozent der Einwohner leben dort seit zehn Jahren.Dabei wird das Wohnen in Kassel und im Speckgürtel immer teurer.

In Fulda, Darmstadt, Gießen, Düsseldorf oder Dortmund hingegen wohnt nur die Hälfte der Einwohner bereits länger als ein Jahrzehnt. Ein Grund ist die hohe Anzahl der Studenten, die in den Städten lebt. In Gießen sind fast ein Drittel der Bewohner Studenten, die meist nur zum Studium in die Stadt ziehen.

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