Standortwechsel nach sieben Jahren

Modeboutique Voice ist ins Porzellanhaus Lange umgezogen

Neue Räume fürs Voice-Team: Von links Anni Witzel, Inhaber Manuel Milbert und Sandra Altmann.
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Modeladen Voice ist ins ehemalige Porzellanhaus Lange an der Neuen Fahrt umgezogen. Von links Anni Witzel, Inhaber Manuel Milbert und Sandra Altmann.

Die Geschäftsaufgabe des Porzellanhauses Lange an der Neuen Fahrt kam für viele überraschend. Jetzt werden die Räumlichkeiten als Modegeschäft weitergenutzt.

Kassel – Ins ehemalige Porzellanhaus Lange an der Neuen Fahrt ist die Mode eingezogen: Die Boutique Voice, seit sieben Jahren eine feste Größe in Kassels Modegeschehen, hat die Geschäftsaufgabe von Reinhard und Petra Lange genutzt, um vom bisherigen Standort an der Wolfsschlucht nahe dem Lyzeumsplatz ins Quartier Wilhelmsstraße umzuziehen.

Dort präsentiert sich das Angebot an lässig-gehobener Damen- und Herrenmode auf etwa gleicher Fläche, nun aber luftig auf drei Ebenen verteilt und lichtdurchflutet. Während man unten im Angebot ausgewählter Modedesignermarken samt Schuhen und Taschen stöbern kann, ist die obere Ebene einem Sortiment von Kleinmöbeln, Wohnaccessoires und Geschenkartikeln vorbehalten. Dieser Bereich sei mit dem Umzug deutlich ausgeweitet worden, sagt Voice-Geschäftsführer Manuel Milbert.

Der 47-Jährige ist schon seit über 20 Jahren in Kassels Modeeinzelhandel aktiv. 1999 startete er in den Räumen an der Wolfsschlucht mit dem jungen Streetwear-Konzept Chewing Gum, das dann mit der Voice-Gründung 2013 in den City-Point umzog. In der Einkaufsgalerie am Königsplatz betreibt Milbert inzwischen außerdem die Geschäfte Adidas Originals und Tommy Hilfiger.

Obwohl sich das Voice, gedacht für eine trendbewusste Zielgruppe ab etwa 30 Jahren, sehr gut entwickelt hat, war Milbert mit dem bisherigen Standort nach eigenen Worten schon länger unzufrieden. Der Bereich um das Regionalcenter der Wohnungsbaugesellschaft Wohnstadt, bisherige Vermieterin des Voice-Stores, entwickele sich „mehr und mehr zur Verwaltungszone“, auch der lange Leerstand der früheren Santander-Bankfiliale direkt neben dem alten Laden habe dem Geschäft nicht gutgetan. An der Ecke zur Wilhelmsstraße, die überwiegend von individuellem Einzelhandel geprägt sei, könne man sich geschäftlich mehr versprechen, wie schon nach den erste Tagen dort ersichtlich sei: „Wir sind sehr gut gestartet“, sagt der Modeunternehmer.

Seine neuen Vermieter sind Reinhard und Petra Lange, die sich schon länger entschlossen hatten, ihr 75 Jahre altes Porzellanhaus zu schließen und in den Ruhestand zu gehen. Über eine Anzeige sei er auf den Standort aufmerksam geworden, sagt Manuel Milbert. Mit dem Umzug wurde die Mitarbeiterschaft der Modeboutique um zwei auf sieben Kräfte aufgestockt.

Mit Marketing- und Kundenbindungsaktivitäten auf den Sozialen Medien hat sich das Voice einen treuen Stammkundenkreis geschaffen. Dazu trugen auch regelmäßige Kunden-Events bei, die nun in Corona-Zeiten naturgemäß zurückgefahen wurden. Aber für künftige Aktivitäten stellt der neue Standort reizvolle Möglichkeiten in Aussicht: Direkt von der Ladenfläche führt nämlich eine Freitreppe aufs Flachdach des Gebäudes. Momentan darf es zwar nicht betreten werden, aber vielleicht schon ab dem kommenden Jahr sollen dafür die baulichen Voraussetzungen geschaffen werden, kündigt Milbert an. (von Axel Schwarz)

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