Eröffnung für Ende Juni geplant

Sommerfeeling in Kassel: Digitaler Biergarten eröffnet bald am Friedrichsplatz

Visualisierung des geplanten „digitalen“ Biergartens unter den Linden am Friedrichsplatz Kassel
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So soll es werden: Das eingezäunte Biergartengelände unter den Linden mit corona-konform zentralem Zugang soll am 28. Juni in Betrieb gehen.

Der Biergartenbetrieb soll Corona-konform ablaufen: Bestellt und bezahlt wird ausschließlich per Smartphone, verschiedene Innenstadt-Lokale liefern als Partner das Essen an.

Kassel – Unter den Linden am Rand des Friedrichsplatzes in Kassel soll bald das Biergartenvergnügen starten – mit kreativem Einsatz von Online-Verfahren, die viele Gäste in Corona-Zeiten schon eingeübt haben. Das Team der Café-Bar Salotto 1828 am Opernplatz hat die Federführung beim Betrieb des „digitalen Biergartens“, bindet in die Bewirtung weitere Innenstadtgastronomen ein und hat sich für die Idee, die aus Münster stammt, das Okay von der Stadt Kassel gesichert.

Am 28. Juni solle es losgehen, erläutert Salotto-Betreiber Dennis Küpke. Die Fläche, auf der rund 360 Gäste einen Sitzplatz finden, soll mit einem weißen Lattenzaun umgrenzt und mit Sonnenschirmen, Blumen- und Lichterschmuck, einigen Strandliegestühlen sowie mit einem Toilettenwagen ausgestattet werden. Ein zentraler Zugang sowie Tischzuweisung durch das Personal stelle sicher, dass es „absolut coronakonform“ zugeht im digitalen Biergarten.

Biergartenfeeling am Kasseler Friedrichsplatz: Einchecken, Bestellen und Bezahlen mit dem eigenen Smartphone

Digital bedeutet, dass die Gäste nicht nur das obligatorische Einchecken samt ihren Kontaktdaten, sondern auch sämtliche Bestell- und Bezahlvorgänge mit dem eigenen Smartphone vornehmen. Während die Getränke vor Ort aus einem Gastro-Container serviert werden, kommt das Essen jeweils per Kurier aus den Küchen von nahen Partnerrestaurants in Kassels Zentrum. „Das funktioniert im Prinzip wie bei Lieferando“, sagt Küpke – nur eben ohne Lieferando.

Beteiligt sind bisher der Burger-Anbieter Peter Pane, die Restaurants Eckstein, L’Osteria und Lê & Vi, die Bar Koon und neben den Salotto-Betreibern auch deren neuer Asia-Ableger Green Panda, der im August an der Friedrich-Ebert-Straße starten wird.

Auf ausgewählte Speisenangebote dieser Kasseler Lokale haben die Biergartengäste laut Küpke erst Zugriff, nachdem sie coronakonform per QR-Code ihre Kontaktdaten eingegeben haben. Dann erscheint neben den Menüs auch jeweils eine aktuelle Angabe, wie lange die Lieferung in den Biergarten dauert.

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Biergarten auf dem Kasseler Friedrichsplatz: Projekt hat Gastronom rund 50.000 Euro gekostet

Bezahlt wird gleich online im Moment des Bestellens. Dabei muss es den Gast laut Küpke nicht kümmern, wenn an seiner Order unterschiedliche Einzellieferanten beteiligt sind: „Das regelt alles die Software im Hintergrund, pro Bestellung gibt es eine Gesamtrechnung.“ Zudem habe das Servicepersonal den Überblick, welches Essen an welchen Tisch gehört.

In das Kasseler Biergartenprojekt hat Gastronom Küpke nach eigenen Angaben rund 50.000 Euro investiert und erwartet, dass sich das über die von ihm verantworteten Getränkeumsätze rentieren wird. Die Partnerlokale wiederum würden davon profitieren, einen attraktiven coronakonformen Außenbereich über ihre eigenen räumlichen Möglichkeiten hinaus bewirten zu können.

Der Biergarten am Friedrichsplatz soll täglich in der Zeit von 12 bis 23 Uhr geöffnet sein.

Auch die Wasserspeier auf dem Kasseler Königsplatz funktionieren wieder. Dank neuer Technik, die die Stadt angeschafft hat. Einem schönen Sommer in Kassel steht also nichts mehr im Wege. Axel Schwarz)

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