Andere zahlen längst

Diskussion um Parkgebühren für Lehrer: Andere zahlen längst

Werden schon seit Jahren zur Kasse gebeten: Rathausmitarbeiter müssen zahlen, wenn sie die Parkplätze im Hof nutzen wollen. Archivfoto: Schachtschneider/nh

Kassel. Parkgebühren für Lehrer, die mit dem Auto zur Schule kommen – diese Idee der Stadt Kassel hat für Kritik gesorgt. Mit den künftigen zusätzlichen Einnahmen fürs Lehrerparken an den Schulen in der Stadt will die Stadt für den Finanz-Schutzschirm des Landes punkten.

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Kassel muss nicht nur die Ausgaben reduzieren, sondern auch die Einnahmen erhöhen, um unter den Schutzschirm schlüpfen zu dürfen. Während die anvisierten Parkgebühren in den Schulen und unter Pädagogen für Kritik sorgen, müssen Mitarbeiter anderer öffentlicher Dienststellen schon längst fürs Parken zahlen.

Rathaus-Mitarbeiter in Kassel werden schon seit vielen Jahren zur Kasse gebeten, wenn sie die Rathaus-Parkplätze nutzen wollen. Die Parkgebühren sind gestaffelt. Wer sein Privatauto auch dienstlich nutzen muss, zahlt fürs Parken 16 Euro im Monat.

Wer sein Auto nur für den Weg zum Rathaus und wieder nach Hause nutzt, zahlt 32 Euro monatlich. Und 40 Euro im Monat kostet es, wenn ein städtischer Mitarbeiter sein Auto im Parkhaus Garde du Corps abstellen will.

Michael Conrad

Beim Regierungspräsidium (RP) Kassel gibt es nach Angaben von Sprecher Michael Conrad keine kostenlosen Parkplätze. Am RP-Hauptsitz am Steinweg, wo 500 Menschen arbeiten, gebe es zwar etwa 85 hauseigene Parkplätze. Diese könnten aber nur mit dem kostenpflichtigen Jobticket genutzt werden. Jobticket-Inhaber können auch den öffentlichen Parkplatz am Schauspielhaus nutzen.

Das Jobticket koste knapp 400 Euro im Jahr und sei zugleich eine Jahreskarte für den öffentlichen Nahverkehr. Nach Angaben von Conrad nutzen die meisten RP-Mitarbeiter Bus und Bahn.

An den anderen Standorten des Regierungspräsidiums (Scheidemannplatz, Kurt-Schumacher-Straße, Rathaus-Kreuzung) gebe es keine Mitarbeiter-Parkplätze. (ach/rud)

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