Womöglich Erwerb des einstigen Sportarena-Gebäudes

Kassel: Kommt das documenta-Institut ins Ruruhaus?

Das Ruruhaus für die documenta 15 in Kassels Innenstadt.
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Pläne: das Ruruhaus in Kassels City. Archivfoto: ANDREAS Fischer

Es gibt eine neue Perspektive für das ehemalige Sportarena-Gebäude an der Königsstraße: Dort könnte das documenta-Institut einziehen.

Kassel - Nach Informationen unserer Zeitung will die Stadt Grundstück und Gebäude erwerben, um damit die Innenstadtentwicklung anzukurbeln und gegen den Leerstand in der City vorzugehen.

Das Gebäude soll für die Kultur bereitgehalten werden. Eine Möglichkeit wäre, die Räumlichkeiten für das documenta-Institut zur Verfügung zu stellen. Dafür wird nach wie vor ein passender Standort gesucht, nachdem die Pläne für den Karlsplatz im vergangenen Jahr letztlich politisch gescheitert sind.

Nun also könnte das documenta-Institut ins Zentrum der Innenstadt rücken – in jenes Gebäude, in dem sich aktuell schon die documenta mit dem Ruruhaus befindet – und zwar noch bis Ende 2022. Aber dann?

Wie aus einer Vorlage des Liegenschaftsdezernenten und Oberbürgermeisters Christian Geselle (SPD) an die Grundstückskommission hervorgeht, wird die Übernahme eines Erbbaurechts an den entsprechenden Grundstücken ins Spiel gebracht – oder der Abschluss eines Erbbaurechtsvertrages für die Dauer von 50 Jahren. Das Gebäude, in dem früher neben der Sportarena auch ein Schuhgeschäft untergebracht war, gehört derzeit einer Erbengemeinschaft. Der Grundstücksausschuss tagt nächsten Donnerstag in nicht-öffentlicher Sitzung.

Mit dem Erwerb gäbe es dann zumindest einen weiteren Vorschlag in Sachen Standort für das documenta-Institut. Zuletzt war es in der Diskussion darüber ruhig geworden, nachdem es hitzige Debatten über den Standort Karlsplatz gegeben hatte und Oberbürgermeister Geselle einen Plan B angekündigt hatte. Zwar waren immer wieder Ideen wie die documenta-Halle aufgekommen, konkret aber wurde bisher nichts.

In der jüngsten Vorlage an den Grundstücksausschuss wird das documenta-Institut auch explizit als mögliche Nutzung des ehemaligen Sportarena-Gebäudes genannt. Dort heißt es: „Eine Überprüfung des Raumangebotes hat ergeben, dass der Gebäudekomplex in der Oberen Königsstraße 43 unter anderem auch für die Unterbringung des documenta-Instituts geeignet ist.“ In der Folge werden aber auch andere Vorschläge genannt – etwa die Stadtbibliothek oder das Zentrum für Kreativwirtschaft. Die Stadt äußerte sich gestern dazu nicht. (Florian Hagemann)

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