Zeitplan und verstärkte Aufsicht zum Schutz vor Beschädigungen

documenta 14: "Mühle des Blutes" dreht sich nur noch zu festen Terminen

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Anziehungspunkt vor der Orangerie: Die Installation „Mill of Blood“ (Mühle des Blutes) ist ein documenta-Beitrag des mexikanischen Künstlers Antonio Vega Macotela.

Kassel. Das hölzerne Räderwerk auf der Karlswiese ist eins der Haupt-Anziehungspunkte fürs documenta-Publikum: Alle wollen mal drehen an Antonio Vega Macotelas „Mühle des Blutes“ und durch Muskelkraft eine Münze prägen.

Wegen zu ungestümer Bedienung hatte die Installation zu Beginn der Weltkunstschau schon einen Defekt erlitten und musste repariert werden.

Damit das nicht mehr passiert, hat die documenta die Aufsichten an der Installation verstärkt und gibt sie nur noch an bestimmten Tagen und Zeiten zum Betätigen unter Anleitung frei. Diese Termine sind:

• montags von 12 bis 15 sowie von 17 bis 20 Uhr;

• donnerstags: 12–14, 15–17 und 18–20 Uhr;

• freitags 12–15 und 17–20 Uhr;

• samstags 12–14, 15–17 und 18–20 Uhr, sowie

• sonntags von 12 bis 15 sowie von 17 bis 20 Uhr.

Unter den zwei Mitarbeitern, die dann jeweils Aufsicht haben, ist nach Angaben von documenta-Sprecherin Maxie Fischer auch ein Techniker, der für die Prägung der Alu-Münzen verantwortlich ist und bei Problemen mit der Mechanik eingreifen kann.

In den Silberminen Boliviens wurden zur Zeit der spanischen Eroberer mit so einer Apparatur, die Künstler Macotela nach Originalplänen nachbauen ließ, unter Einsatz von Sklavenarbeit Münzen geprägt. Der Kasseler Nachbau lässt sich als Kritik an kapitalistischen Arbeitsbedingungen deuten.

Macotela ließ seine „Mühle des Blutes“ übrigens komplett in seinem Heimatland Mexiko bauen: Eine Traditionsfirma für Groß-Uhrwerke im Bundesstaat Puebla hat dies übernommen. Fünf Mitarbeiter dieser Firma und fünf documenta-Techniker setzten die Teile dann in der Karlsaue zusammen.

Rohmaterial für bis zu 30 000 Münzen – je nach Einsatz der Besucher – steht laut documenta-Sprecherin Fischer zur Verfügung. Alle produzierten Münzen werden zertifiziert und nach der documenta 14 in einem Safe abgelegt.

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