Immer mehr Gäste

documenta bringt Rekord: 2017 über eine Million Übernachtungen in Kassel

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Kunst als Tourismus-Magnet: Im documenta-Jahr 2017 kamen so viele Besucher wie nie nach Kassel. Unser Bild zeigt Kunsttouristen vor Marta Minujíns Bücher-Parthenon auf dem Friedrichsplatz.

Kassel. Die documenta 14 war umstritten, hat Kassel aber einen Rekord beschert: Erstmals wurden in einem Jahr mehr als eine Million Übernachtungen gezählt.

Zum ersten Mal mehr als eine Million touristische Übernachtungen in Kassel – dieser Rekord hatte sich für 2017 bereits abgezeichnet. Nun liegen die offiziellen Zahlen vom Statistischen Landesamt für das gesamte vergangene Tourismusjahr vor. Demnach haben Gäste in Kassel insgesamt 1.031.119 Mal übernachtet – so oft wie noch nie.

Die Gesamtzahl der Übernachtungen ist für die Tourismuswirtschaft die maßgebliche Größe, da einzelne Touristen jeweils unterschiedlich lange bleiben. In Kassel wurden vergangenes Jahr 569.372 ankommende Gäste gezählt, darunter gut 88.000 Personen aus dem Ausland. Auch dies sind Spitzenwerte, wie sie selbst in vergangenen documenta-Jahren bisher nicht erreicht worden sind.

Naturgemäß hatte die Weltkunstschau 2017 einen maßgeblichen Anteil daran, dass die touristische Millionen-Marke in Kassel geknackt wurde. Direkte Vergleiche zum Vorjahr sind daher wenig aussagekräftig. Vergleicht man aber die Sommermonate der documenta-Jahre 2012 und 2017 miteinander, so ergibt sich für diesen Zeitraum ein Plus bei den Gästeankünften von 8 Prozent. Im Gesamtvergleich dieser beiden Jahre kamen 2017 gut 69.000 Touristen mehr nach Kassel.

Auch zwischen documenta-Jahren mehr Gäste 

Aber auch zwischen den fünfjährlichen documenta-Intervallen wächst das Gästeaufkommen auf mittlere Sicht beständig. Für Oberbürgermeister Christian Geselle zeigen die aktuellen Zahlen, „dass Tourismus zu einem wesentlichen Faktor der überaus positiven Entwicklung in Kassel geworden ist“. Die Stadt habe auch abgesehen von der documenta „unglaublich viel zu bieten. Wir freuen uns darüber, dass dies auch immer mehr Gäste entdecken und schätzen“, sagte Geselle.

In der amtlichen Tourismusstatistik werden nur Hotels und sonstige Beherbergungsbetriebe erfasst, die über mindestens zehn Betten verfügen. Etwa 70 solcher Betriebe gibt es in Kassel, die Gästezimmer dort waren im Jahresdurchschnitt 2017 zu 61,4 Prozent ausgelastet. Kleinere Gästequartiere gehen in die Statistik nicht ein – auch die vielen hundert Privatunterkünfte nicht, die zur documenta auf dem Portal Airbnb angeboten wurden.

Ein Kassel-Besucher bleibt im Durchschnitt 1,8 Tage in der Stadt – ein Wert, der sich seit vielen Jahren nicht verändert hat. Gäste aus dem Ausland bleiben etwas länger, nämlich 2,1 Tage im Schnitt.

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