documenta: SPD fragt Minister Rhein zu Athen

Hessens Wissenschafts- und Kunstminister Boris Rhein (CDU) steht voll hinter dem Konzept von documenta-Leiter Adam Szymczyk, bei der Ausstellung 2017 Athen als zweiten Schauplatz zu bespielen.

Auf eine Anfrage des SPD-Abgeordneten Uwe Frankenberger im Landtag antwortete Rhein: Die Politik achte die Freiheit der Kunst in beispielloser Weise, und dies sei ein wesentlicher Grund für den Erfolg der documenta.

Rhein erinnerte daran, dass es bereits bei der vergangenen documenta einen parallelen Ausstellungsort in Kabul (Afghanistan) gegeben habe. Adam Szymczyks Konzept sehe er mit Zuversicht und einer „hohen Erwartung“ entgegen, sagte der Minister.

SPD-Mann Frankenberger hatte Rhein nach dessen Beurteilung der Athen-Pläne gefragt, um die Ministerworte taktisch gegen die Kasseler CDU zu wenden. Deren Fraktionsvorsitzender Dr. Norbert Wett hatte nach Bekanntwerden von Szymczyks Konzept gewettert: „Wir lassen uns unsere documenta doch nicht nach Athen wegnehmen“. Wett hatte Oberbürgermeister Hilgen zum Einschreiten gegen die Pläne des documenta-Leiters aufgefordert.

„Nicht mehr schlechtreden“

Frankenberger sagte nun, nach dieser Würdigung des zuständigen CDU-Ministers „sollte es künftig nicht mehr möglich sein“, dass Wett „die documenta 14 schlechtredet“ und dass die Kasseler CDU-Vorsitzende Eva Kühne-Hörmann, die auch Mitglied im documenta-Aufsichtsrat sei, dazu schweige.

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