Zwei Kasseler haben den Schuh zur Ausstellung entworfen

Limitierte Auflage: Das ist der Turnschuh zur documenta 14

Mit dem documenta-Schuh: Josh Feder (links) und Joe Andrew von Dalwig vor ihrem Laden in der Wolfsschlucht. Foto: Arslan

Kassel. Er heißt „d14“ und es gibt nur 250 Stück: Zwei Kasseler haben einen Sneaker zur Weltkunstausstellung documenta entworfen. Verkaufsstart ist während einer Party.

„Mach dein Hobby zu deinem Beruf“ – Josh Feder (26) und Joe Andrew von Dalwig (26) sind diesem Motto gefolgt und haben vor drei Jahren ihren eigenen Sneakerladen, den Sapato Store in der Wolfsschlucht, aufgemacht. Die beiden Sneakerfans durften nun ihren eigenen Schuh zur documenta gestalten.

Zusammen mit dem Sneaker-Hersteller Kangaroos entstand der „d14“. „Wir wollten anlässlich der documenta etwas gestalten, das unsere eigene Leidenschaft ausdrückt und ein tragbares Bekenntnis zur Kunst darstellt“, erklärt Feder zum Schuh, welcher zum Ende der documenta 14, am 16. September, offiziell seinen Verkaufsstart feiert.

Zu kaufen gibt es den Schuh, der von Größe 36 bis 47 produziert wurde, dann auch im Laden in der Wolfsschlucht. „Wir wollten das Event der documenta würdigen und kreativ damit arbeiten“, sagen die beiden Jungunternehmer.

Dabei glänzt der „d14“ – wie der Schuh von den beiden in Absprache mit der documenta getauft wurde – nicht nur durch seine Farbgebung, sondern auch durch die ausgewählten Materialien und Details. „Die documenta vergibt selten das Recht zur Nutzung ihrer Marke documenta, sagt Sprecherin Maxie Fischer. Bei dem documenta 14-Sneaker von Sapato sei allerdings eine Ausnahme gemacht worden. „Zum Einen unterstützen wir gern lokale Jungunternehmer, vor allem, wenn diese eine besondere ästhetische Vision haben. Zum Anderen passt dieser Schuh gut zum Konzept der documenta 14, schließlich nehmen wir unsere Besucher mit auf Spaziergänge durch die Ausstellungsorte. Die Schuhe und die Spaziersocken, die wir entwickelt haben, sind ein tolles Team“, so Fischer.

„In den Sneakern sind Kalbs- und Wildleder aus Italien verarbeitet“, verrät von Dalwig. Diese Materialien wurden anschließend in einer Manufaktur in Pirmasens zusammengestellt und 250 Paare des Schuhs angefertigt.

60 davon werden im Sapato Store in Kassel verkauft, der Rest sucht seinen Weg in weitere deutsche und europäische Stores, unter anderem gibt es Exemplare im „43einhalb“ in Fulda. Der Preis liegt bei 250 Euro.

Ein Jahr Arbeit hinter verschlossenen Türen liegt hinter den beiden Kasselern. „Es war ein langer Weg und manchmal hat etwas auch nicht so geklappt, wie wir es uns vorgestellt haben“, schildert Feder den Prozess.

Neben dem Kooperationspartner Kangaroos mussten die beiden die richtigen Farben und Materialien finden. Dazu kommt, dass der Schuh in einer speziell angefertigten Box verkauft wird, die auch ein Paar der offiziellen documenta-Socken enthält. „Nach einem inspirierenden, aber anstrengenden Arbeitsprozess wollen wir das Ganze endlich feiern und ein Riesen-Event daraus machen“, erzählen sie. Zum Verkaufsstart gibt es nämlich noch eine Party.

Die Party findet am Samstag, 16. September, dem vorletzten Tag der documenta, ab 23 Uhr im Club Arm statt. Freikarten gibt es bis zum 16. September im Sapato Store.

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