Sieben Kandidaten im Rennen um documenta-Professur

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Dorothea von Hantelmann

Kassel. Seit einem Jahr ist die documenta-Professur an der Universität Kassel inzwischen vakant. Ein Dreivierteljahr vor Beginn der Weltkunstausstellung läuft aber nun ein Auswahlverfahren an der Uni, um die Professur neu zu besetzen.

Am Montag und Dienstag, 17./18. Oktober, finden an der Kunsthochschule die Anhörungen einer Auswahl von Bewerbern für die Stelle statt. Nach Informationen der HNA gibt es sieben Kandidaten. Darunter ist auch Dr. Dorothea von Hantelmann, die bereits die zweijährige documenta-Gastprofessur innehatte.

2013 hatte die Universität die Gastprofessur zur Geschichte und Bedeutung der documenta eingerichtet. Sie war von vornherein auf zwei Jahre befristet und lief zum Herbst 2015 aus. Erst Anfang dieses Jahres wurde aber eine neue Kunstwissenschaften-Professur zum Thema documenta öffentlich ausgeschrieben, Bewerbungsschluss war Ende April. Ein nahtloser Anschluss sei nicht möglich gewesen, weil zunächst die Finanzierung geklärt werden und ein Berufungsverfahren durchgeführt werden musste, sagt Uni-Sprecher Sebastian Mense auf Anfrage der HNA.

Die neue Professur ist zunächst für fünf Jahre befristet. So lange ist die Finanzierung aus dem Innovations- und Strukturentwicklungsbudget des Landes Hessen gesichert. Mitfinanziert sind nach Angaben der Hochschule drei wissenschaftliche Mitarbeiter, die sich an anderen Fachgebieten ebenfalls der documenta auseinandersetzen. So soll die Forschung interdisziplinär aufgestellt werden.

Wie viele Bewerbungen für die Stelle eingegangen sind, teilte die Uni nicht mit. „Das Interesse war sehr groß“, sagt Kunsthochschul-Rektor Prof. Joel Baumann auf Anfrage der HNA. Die sogenannten Hearings der ausgewählten Bewerber sind nicht-öffentlich, sie stehen lediglich Mitgliedern der Universität offen. Details zu den Kandidaten teilte die Hochschule nicht mit, „da es sich um Personalangelegenheiten handelt und wir die Interessen der Bewerber schützen“, so Sprecher Sebastian Mense.

Nach den Anhörungen müssen noch externe Gutachten über die besten Bewerber eingeholt werden, dann muss die Berufungskommission eine Rangliste erstellen. Diese muss dann noch durch Kunsthochschulrat und Senat, bevor der Top-Kandidat oder die Top-Kandidatin den Ruf nach Kassel erhält. Ziel ist eine Besetzung im ersten Quartal 2017, damit die Professur zu Beginn der documenta im kommenden Sommer besetzt ist.

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