Nach drei Monaten

Tausende am Parthenon: documenta-Reiter sind in Kassel angekommen

Kassel. Eines der spektakulärsten Kunstprojekte der documenta ist vollendet: Der Ritt von Athen nach Kassel. Sonntag Nachmittag trafen die vier Reiter und fünf Pferde samt einem begleitenden Reitertross auf dem Friedrichsplatz ein. Mehrere tausend Zuschauer jubelten der Gruppe zu.

Drei Monate lang waren die Langstrecken-Reiter im Auftrag der documenta quer durch Europa unterwegs. Mit der 3000 Kilometer langen Tour – einem d14-Projekt des schottischen Künstlers Ross Birrell – haben sie zugleich eine Verbindung zwischen den beiden Ausstellungsstandorten geschaffen. Die Reiter waren kurz nach dem Auftakt der documenta in Athen am 10. April gestartet.

Am griechischen Standort endet die documenta am kommenden Sonntag. In Kassel läuft die Ausstellung seit nunmehr einem Monat. Eine Zwischenbilanz wollte die d14 auf Anfrage noch nicht ziehen. Besucherzahlen werde man frühestens zur Halbzeit der Ausstellung in Kassel bekanntgeben, teilte eine Sprecherin mit.

Unterdessen erfreuen sich die Kaufleute in der Stadt durch das zusätzliche Publikum guter Umsätze. Der Geschäftsführer des Einzelhandelsverbands Hessen-Nord, Martin Schüller, spricht von einer „sehr positiven Stimmung“ unter den Händlern. Das treffe sowohl auf große Häuser als auch auf kleine Geschäfte zu. Konkrete Zahlen lägen aber noch nicht vor.

Auch Hotellerie und Gastronomie profitieren erwartungsgemäß stark von der Weltkunstschau. Die Geschäfsführerin des Gastronomieverbands Nord- und Osthessen, Anna Homm, berichtet, dass sich die documenta in der Branche insgesamt „sehr bemerkbar macht“ – auch im Umland. Allerdings wird nach ihren Beobachtungen nicht so stark gebucht wie vor fünf Jahren. Wegen schlechter Kritiken, insbesondere hinsichtlich der Politiklastigkeit der d14, gebe es vereinzelt sogar Stornierungen. 

Großer Andrang: documenta-Fernreiter aus Athen kommen an

Rubriklistenbild: © Schachtschneider

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