Einrichtung im Kulturhaus Dock 4 soll 2016 zur documenta-GmbH wechseln

documenta-Archiv unter neuem Dach

Im documenta-Archiv im Kulturhaus Dock 4 wird alles rund um die documenta-Ausstellungen aufbewahrt. Auch diese Dias gehören dazu. Archivfoto: Koch

Kassel. Das documenta-Archiv schlüpft unter ein neues Dach: Um die Bedeutung des Archivs in Kassel zu stärken, soll es von der Stadtverwaltung zur documenta-GmbH überführt und zu einem documenta-Institut weiterentwickelt werden.

Die Pläne gibt es schon lange, nun ist ein weiterer Schritt geschafft. Der Magistrat hat am Montag seine Zustimmung erteilt. Mit dem Wechsel verbunden ist eine bessere finanzielle Ausstattung des Archivs. Neben den 500.000 Euro, die die Stadt Kassel ihm jährlich zur Verfügung stellt, will sich das Land mit 500.000 Euro beteiligen.

Die Stadt Kassel und das Land Hessen haben nach Mitteilung aus dem Rathaus eine entsprechende Kooperationsvereinbarung vorbereitet. Der Übergang ist demnach für den 1. Januar 2016 vorgesehen. Das Land Hessen habe ab diesem Zeitpunkt eine jährliche Förderung von 500.000 Euro in Aussicht gestellt. Auch die Stadt Kassel werde das documenta-Archiv ab dem Jahr 2016 jährlich mit einem Betrag in Höhe von maximal 500.000 Euro fördern.

Die Stadt Kassel strebt seit Längerem an, die documenta auch zwischen den Ausstellungsjahren im öffentlichen Bewusstsein zu halten und Kassel als Ort zeitgenössischer Kunst beziehungsweise Kunstforschung zu profilieren. Um dieses Ziel zu erreichen, soll das städtische documenta-Archiv in die „documenta und Museum Fridericianum Veranstaltungs-GmbH“ überführt werden. Der Magistrat bittet jetzt die Stadtverordnetenversammlung, ebenfalls so zu beschließen.

Das documenta-Archiv im Regiowiki.

„Die durch das Land in Aussicht gestellte finanzielle Unterstützung hilft, der internationalen Bedeutung der einzigartigen Institution documenta-Archiv gerecht zu werden und es in Kooperation mit der Universität Kassel zu einem documenta-Institut weiterzuentwickeln“, erklärt Kassels Oberbürgermeister und Kulturdezernent Bertram Hilgen. Aufgrund der Neustrukturierung könne das Archiv die Standards einer wissenschaftlichen Institution so erfüllen, wie es bislang kaum möglich gewesen sei.

Hilgen: „Wir haben jetzt die einmalige Chance, dem documenta-Archiv die Bedeutung zu geben, die es verdient hat.“

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