documenta beflügelt Kasseler Arbeitsmarkt

Kassel. Der Arbeitsmarkt in Kassel hat im Juni von einem documenta-Effekt profitiert. Die Arbeitslosenquote für das Stadtgebiet Kassel sank binnen vier Wochen erneut deutlich von 9,6 auf 9,2 Prozent.

Vor zwölf Monaten hatte der Wert bei 9,9 Prozent gelegen. Nirgendwo sonst war der Rückgang im nordhessischen Arbeitsagenturbezirk so stark. Wegen der Weltkunstschau verzeichnete die Agentur vor allem im Gastgewerbe, im Handel und in der Tourismusbranche ein reges Zusatz-Vermittlungsgeschäft.

Im Landkreis Kassel sank die Quote lediglich um 0,1 Punkte auf 4,6 Prozent (Vorjahr: 4,9). Die Arbeitslosigkeit im gesamten Agenturbezirk, zu dem auch Teile der Kreise Schwalm-Eder und Werra-Meißner gehören, lag im Juni bei 6,2 Prozent (Vormonat: 6,4 / Vorjahr 6,6).

In der Region waren zum Stichtag 19 191 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sei der niedrigste Juni-Wert seit 31 Jahren, sagte der Kasseler Arbeitsagenturleiter Detlef Hesse. Im Kasseler Stadtgebiet mit aktuell 12171 Arbeitssuchenden sei die Beschäftigungslage zuletzt 1992 so gut gewesen.

Im Vergleich zum Vorjahr sei die Arbeitslosigkeit in Nordhessen erneut stärker zurückgegangen als im Landesdurchschnitt, sagte Hesse. Diese Entwicklung sei nun im dritten Jahr in Folge zu beobachten: „Es überrascht uns positiv, dass das nach wie vor anhält, sagte der Agenturleiter.

Von Axel Schwarz

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