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Ruruhaus in Kassel wird ab Oktober erstmal Impfzentrum

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Von: Kathrin Meyer, Anna-Laura Weyh

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Das derzeit von der documenta genutzte Ruruhaus in Kassel zum Corona-Impfzentrum. Wie das Gebäude in zentraler Innenstadtlage danach genutzt wird, ist noch unklar.

Kassel – Das derzeit von der documenta in Kassel genutzte Ruruhaus wird zum Corona-Impfzentrum. Das teilte die Stadt Kassel am Dienstag (20. September) mit. In den Räumen der ehemaligen Sportarena in der Innenstadt werden bis zu 800 Impfungen pro Tag möglich sein. Seinen Betrieb aufnehmen soll das Impfzentrum in der zweiten Oktoberhälfte. Die Impfstellen im Jugendamt und im City-Point werden dann geschlossen.

Wie es mit dem Ruruhaus nach Ende der documenta weitergeht, war bislang noch unklar. Unter anderem war im Gespräch, dass die Fläche in zentraler Innenstadtlage das documenta-Institut beherbergen könnte. Die Stadt Kassel übernimmt die Immobilie ab 2023 im Rahmen eines Erbbaurechtsvertrags. Auch andere Nutzungen für die Kultur waren angedacht.

Ruruhaus in Kassel: Nutzung als Impfzentrum ist Zwischenlösung

Für das Institut waren bei einer Bürgerbefragung zwei Standorte favorisiert worden. Zum einen ein Neubau auf dem Papinplatz vor dem Ottoneum, zum anderen eben das Ruruhaus. Es besticht durch die zentrale Lage. Allerdings wird bezweifelt, ob hier alles unter ein Dach passt. Zuletzt hatte Stadtbaurat Christof Nolda (Grüne) die Realisierung des Instituts wegen explodierender Baupreise allerdings wieder infrage gestellt. Mehrere Vorhaben, die sich noch in der Planung befänden, stünden nun wieder auf dem Prüfstand, so Nolda.

Im Ruruhaus in der Innenstadt soll in der zweiten Oktoberhälfte ein Impfzentrum entstehen.
Im Ruruhaus in der Innenstadt soll in der zweiten Oktoberhälfte ein Impfzentrum entstehen. © andreas fischer

Die Nutzung als Impfzentrum sei zunächst nur eine Zwischenlösung für das Gebäude, heißt es von der Stadt Kassel auf Anfrage. Weitere Planungen wolle man zu gegebener Zeit kommunizieren. Die Büros im Obergeschoss werden noch bis Jahresende durch die documenta genutzt.

Impfzentrum in Kassel: Alle zugelassenen Vakzine verfügbar

Man werde die Impfbemühungen von Oktober bis Ostern erneut intensivieren, sagt Oberbürgermeister Christian Geselle (SPD). Die Impfungen mit den angepassten Impfstoffen der Hersteller Biontech und Moderna würden von der Bevölkerung bereits gut angenommen. Die Stadt Kassel ruft dennoch erneut dazu auf, den Impfschutz zu vervollständigen.

In dem barrierefreien Impfzentrum werden ab der zweiten Oktoberhälfte in bis zu acht Kabinen alle zugelassenen Impfstoffe gegen das Coronavirus verfügbar sein. Neben dem zentralen Impfzentrum in der Innenstadt werde der städtische Impfbus weiterhin Impfungen in den Stadtteilen anbieten. (Kathrin Meyer und Anna Weyh)

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