In der Rotunde

documenta-Chefin will Café für das Kasseler Fridericianum

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Das Fridericianum bald mit Café? Die neue documenta-Chefin kann sich das zumindest sehr gut vorstellen. (Archivbild von der letzten documenta 2017)

Ein Café im Kasseler Fridericianum - das kann sich die neue documenta-Chefin sehr gut vorstellen. Und sie hat noch weitere Ideen und Pläne für Kassel und die Weltkunstausstellung. 

Kurz nach ihrem offiziellen Dienstbeginn hat sich Generaldirektorin Dr. Sabine Schormann zur Zukunft der documenta geäußert. Im Interview mit unserer Zeitung sprach sie über ihre Vorstellungen und Ideen. Zu diesen gehört, das Fridericianum stärker zu beleben. „Es soll ein Anziehungspunkt werden, der jenseits der Ausstellungen Aufenthaltsqualität bietet.“ Ihr schwebt ein sogenanntes Pop-up-Café in der Rotunde vor, in dem also jeder verweilen kann. Zudem bringt sie eine Öffnung zum Hof ins Gespräch. Dort könnte Platz sein für einen Biergarten.

Schormann äußerte sich auch zur Suche nach einem Künstlerischen Leiter für die documenta 15 im Jahr 2022. Derzeit gebe es zehn Kandidaten aus aller Welt, die jeweils ein Konzept ausarbeiteten. Die international besetzte Findungskommission werde dann aus diesem Kreis eine Vorauswahl treffen – und schließlich die Künstlerische Leitung bestimmen. Vorgestellt werden soll sie im Frühjahr 2019. Der oder die Neue hat dann etwas mehr als drei Jahre Zeit, die neue Ausstellung vorzubereiten.

Ein Besucherrekord steht für die neue Generaldirektorin dann aber nicht im Vordergrund. Sie setzt auf Qualität und auf zufriedene Besucher: „Wenn es den Zuschauern keinen Spaß mehr macht, weil sie zu lange warten müssen, dann ist das nicht hilfreich.“

Schormann erklärte zudem, dass die documenta in Kassel verankert sei. Das verstehe sich von selbst. Allerdings seien Außenstandorte für weitere Ausstellungen nicht ausgeschlossen.

Stellung nahm Schormann auch zum Standort des documenta-Instituts, das am Holländischen Platz entstehen soll. Sie würde sich wünschen, wenn darüber noch einmal nachgedacht würde.

Schormann wurde im April als Generaldirektorin der documenta vorgestellt, im November nahm sie offiziell die Arbeit auf. In der Zwischenzeit stand sie in Kontakt mit Wolfgang Orthmayr, der interimsweise die Geschäfte führte. (hag)  

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