Gastronomie

documenta fifteen: Streetfood-Markt auf dem Friedrichsplatz geplant

documenta 14 im Jahr 2017: Der Friedrichsplatz am Eröffnungstag, Blick vom Bücher-Parthenon der Künsterin Marta Minujin auf die Kunsthalle Fridericianum
+
Wird zur Weltkunstschau wieder zum Treffpunkt für internationale Gäste und viele Nordhessen: Der Friedrichsplatz, hier am Eröffnungstag der documenta im Jahr 2017.

Zur documenta fifteen soll es am Friedrichsplatz in Kassel eine Bio-Bewirtung aus über 30 Foodtrucks geben. Dafür können sich Betreiber momentan bewerben.

Kassel – Bei der documenta im kommenden Sommer wird der Friedrichsplatz auch abseits der Kunst wieder zum Treffpunkt für Besucher aus Nordhessen und der ganzen Welt werden. Für deren gastronomische Versorgung werden bereits Pläne gemacht: Kassel Marketing und die Ausstellungsmacher wollen am Platzrand gegenüber dem Fridericianum einen bunten Bio-Streetfood-Markt organisieren.

Dort sollen die Nachhaltigkeits- und Teilhabegedanken des d15-Leitungskollektivs Ruangrupa auch bei der Verköstigung des Publikums zum Tragen kommen. Damit möglichst viele Anbieter mit originellen Ideen bei der lukrativen Bewirtung des Kunstpublikums zum Zuge kommen, hat sich die documenta von der langjährigen Linie verabschiedet, einen Generalpartner für die Gastronomie zu berufen. Das war von 1992 bis 2017 die Brauereigruppe Radeberger gewesen, die das Bewirtungsgeschäft jeweils von mehreren regionalen Gastronomen erledigen ließ.

documenta fifteen in Kassel: Nachhaltiges Speisenangebot

Stattdessen sollen nun kleinteilige Vielfalt, Fantasie und ein hoher Nachhaltigkeitsanspruch das Speisenangebot am Friedrichsplatz bestimmen. Per Ausschreibung lädt Kassel Marketing seit Ende November interessierte Anbieter zur Bewerbung ein – samt einem umfangreichen Kriterienkatalog, den die Uni Kassel mitentwickelt hat.

Gewünscht sind demnach originell gestaltete selbstfahrende Verkaufswagen – motorisierte Foodtrucks oder Lastenräder – und die Erfüllung vielerlei Öko- und Nachhaltigkeitskriterien. Besonderes Augenmerk liegt auf biozertifizierten Lebensmitteln, einem vegetarisch/veganen Angebot sowie Themen wie Müllvermeidung, Tierwohl, kurze Transportwege, Ressourcenschonung und sozialen Kriterien wie etwa fairem Handel. Für die einzelnen Bereiche gibt es jeweils Punkte, die letztlich über die Auswahl der Anbieter entscheiden.

Ein Mehrwegsystem für Geschirr und Getränkebehälter wird von den Veranstaltern organisiert. Sie wollen auch regionale Lebensmittelversorger ins Boot holen, damit sich Standbetreiber auf kurzen Wegen mit Bio-Ware eindecken können. Auch für eine entsprechende Zertifizierung der Anbieter soll es vergünstigte Möglichkeiten und weitere Hilfestellungen geben.

Sie haben ein neues Restaurant eröffnet und wollen es voller Stolz präsentieren? In Ihrer Bar gibt es die ausgefallensten Cocktails der Stadt? Sie bieten einen Service, der sich von der Konkurrenz abhebt? Dann sind Sie bei uns genau richtig! Füllen Sie bitte unser Formular aus und wir zeigen Ihr Gastro-Geschäft Millionen Lesern von IPPEN.MEDIA auf einer interaktiven Karte. Zudem suchen wir gezielt nach spannenden Geschichten aus der Gastronomie.

documenta fifteen in Kassel: Betreiber können sich bewerben

30 bis 40 Stände sollten es werden, so die Vorstellung des documenta-Nachhaltigkeitsbeauftragten Philipp Greguhn. Wenn einzelne Anbieter nicht die Kapazität für alle 100 Ausstellungstage hätten, könnten auch noch weitere die Zeitlücken füllen. Jeweils mehrere Foodtrucks sollten auch an gut frequentierten documenta-Orten im Kasseler Osten wie dem Hübner-Gelände oder der Schwanenwiese platziert werden. Durch das Streetfood-Konzept mit fantasievollen Ständen solle der Friedrichsplatz im kommenden documenta-Sommer „zu einem schönen Ort der Begegnung werden nach diesen schwierigen Zeiten“, sagte Greguhn.

Für den Streetfood-Markt zur documenta können interessierte Standbetreiber noch bis Montag (20.12.2021) ihre Bewerbung abgeben. Auf dieser Website sind dafür die Unterlagen und Zulassungsrichtlinien zu finden. Seit eineinhalb Wochen sind Bewerbungen möglich, es gibt laut Kassel-Marketing-Sprecherin Birgit Kuchenreiter auch schon diverse Interessenten. Die recht kurze Frist sei dem Wunsch vieler Gastronomen geschuldet, bis zum Jahreswechsel Planungssicherheit zu haben, erläuterte Philipp Greguhn von der documenta GmbH. (Axel Schwarz)

Die documenta in Kassel bekommt ihr eigenes Bier. Die Produktion in der Hütt-Brauerei in Baunatal hat bereits begonnen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.