Kommentar zum documenta-Kunstwerk

Der Abbau des Obelisken wäre keine Katastrophe für Kassel

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Stein des Anstoßes: Der Obelisk auf dem Kasseler Königsplatz.

Der Obelisk soll auf dem Königsplatz bleiben. Das wünscht sich Künstler Olu Oguibe für sein umstrittenes documenta-Kunstwerk. Unser Autor findet: Kassel wird es auch ohne den Obelisken gut gehen.

Wenn die Kasseler  Stadtverordnetenversammlung dem rot-grünen Magistrat folgt und sich gegen den Standort Königsplatz entscheidet, wird der Obelisk aus Kassel verschwinden. Das wäre, man muss es so offen sagen, auch keine Katastrophe - der übergroße Teil der Kunstwerke wird nach jeder documenta abgebaut. Und selbst ein Publikumsliebling (das war der Obelisk nie) wie der Himmelsstürmer musste seinen Platz räumen, um die Kasseler woanders zu erfreuen. 

Falsch liegt der Künstler Olu Oguibe, wenn er den Königsplatz als Schnittstelle von alteingesessenen Kasselern und Neuankömmlingen glorifiziert. Viele empfinden ihn eher als Trennungslinie – die einen regen sich über die anderen auf. Komisch auch, dass der Mann, der Neuankömmlinge und Einheimische verbinden will, von den „Outsidern“ in der Nordstadt spricht, für die seine Kunst nicht da sei. 

In der Nordstadt gibt es seit Jahren auch so etwas wie Multikulti. Auch durch die vielen einheimischen und auswärtigen Studenten, für die Oguibe den Obelisken nicht gemacht hat.

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