Nachfolge von Annette Kulenkampff

documenta: Stadt bestätigt Wolfgang Orthmayr als neuen Geschäftsführer 

+
Wolfgang Orthmayr

Kassel. Wolfgang Orthmayr ist neuer Geschäftsführer der gemeinnützigen documenta und Museum Fridericianum GmbH. Orthmayr folgt somit auf Annette Kulenkampff.

Die bereits Ende vergangener Woche durchgesickerte Personalie bestätigte die Stadt Kassel am Montagabend.

Der 58-Jährige wird die Geschäfte allerdings nur vorübergehend führen. Sein Nachfolger wiederum, der noch gesucht wird, soll dann wieder längerfristig im Amt bleiben und die d 15 im Jahr 2022 begleiten. Nach der jetzigen Übergangsphase wollen die Stadt Kassel und das Land Hessen als Gesellschafter der documenta den Posten dann auch wieder mit einer Person besetzen, die einschlägige Erfahrungen im Bereich des Kulturmanagements hat.

Nun aber soll es erstmal der aus Hamburg stammende Orthmayr richten. Er war zuletzt in leitender Funktion bei der Stage Entertainment GmbH tätig, die unter anderem Shows und Musicals produziert. Zuvor hatte er auch mehrere andere Jobs in der Musikbranche.

Eine offizielle Vorstellung Orthmayrs ist nicht geplant. Die Süddeutsche Zeitung hatte den 58-Jährigen in ihrer Freitagausgabe mit dem Satz zitiert, er sei „gut darin, Dinge zu verkaufen, die eigentlich keiner braucht“. Das soll er am Donnerstag vor Politikern der Stadt Kassel gesagt haben. Nach Informationen unserer Zeitung ging der Satz aber noch weiter. Orthmayr soll demnach noch ergänzt haben, dass ohne diese Dinge „unsere Welt viel ärmer und langweiliger wäre“.

Wie lange Orthmayr nun bleibt, ist noch unklar. Der Aufsichtsrat der documenta wird noch in diesem Monat wieder tagen. Dann wird womöglich auch eine Entscheidung darüber getroffen werden, wer der Findungskommission angehören wird, die den künstlerischen Leiter sucht. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.