"Dönermorde": War Hofgeismarer Verfassungsschützer an sechs Tatorten?

Kassel. Im Skandal um die mögliche Verwicklung des Verfassungsschutzes in die so genannte Döner-Mordserie führt die heißeste Spur nach Hofgeismar. Der ehemalige Verfassungsschützer Andreas T., der vor den insgesamt neun Morden an sechs Tatorten gewesen sein soll, wohnt in der Stadt im Landkreis Kassel.

Sicher ist, dass T. wenige Augenblicke vor dem Mord an Halit Yozgat am 6. April 2006 in dessen Internetcafé an der Holländischen Straße in Kassel war. Nach anderen Quellen könnte er sogar noch während des Mordes dort gewesen sein. T. gab später an, sich Sexfilme im Internet angesehen zu haben. Nachdem seine Anwesenheit im Internetcafé bekannt geworden war, wurde der Verfassungsschützer zunächst vom Dienst suspendiert.

Bei einer Hausdurchsuchung sollen bei dem Familienvater, der kleine Kinder hat, Fotokopien aus Hitlers „Mein Kampf“ gefunden worden sein. Er gilt als Waffennarr. Nach der Tat in Kassel war die Döner-Mordserie abgerissen. Verfassungsschützer Andreas T. wurde, nachdem Ermittlungen gegen ihn eingestellt worden waren, ins Regierungspräsidium Kassel versetzt, wo er - heute Mitte 40 - bis zuletzt für Beamtenbesoldung zuständig war. Der Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Thomas Oppermann (Göttingen), sagte am Dienstag, T. habe „eine starke rechte Gesinnung“. Das sei in der Sitzung des Parlamentarischen Kontrollgremiums für die Geheimdienste erklärt worden. In Hofgeismar habe er den Spitznamen „kleiner Adolf“ gehabt.

Aktualisiert um 23.10 Uhr

Was Andreas T. an den Tatorten wollte, ob er vom Verfassungsschutz dazu eingesetzt wurde und ob das alles mit Wissen des hessischen Innenministeriums geschah, blieb gestern unklar. Als der Mord in Kassel passierte, war der heutige Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) Innenminister und damit für den Verfassungsschutz zuständig. Er äußerte sich gestern nicht. (tho/wet/tty)

Nach Nazi-Mordserie: Hofgeismarer Verfassungsschützer im Fokus

In diesem Haus in Hofgeismar soll der ehemalige Verfassungsschützer Andreas T. früher gewohnt haben. © HNA
In diesem Haus in Hofgeismar soll der ehemalige Verfassungsschützer Andreas T. früher gewohnt haben. © HNA
In diesem Haus in Hofgeismar soll der ehemalige Verfassungsschützer Andreas T. früher gewohnt haben. © HNA
In diesem Haus in Hofgeismar soll der ehemalige Verfassungsschützer Andreas T. früher gewohnt haben. © HNA
In diesem Haus in Hofgeismar soll der ehemalige Verfassungsschützer Andreas T. früher gewohnt haben. © HNA
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In diesem Haus in Hofgeismar soll der ehemalige Verfassungsschützer Andreas T. früher gewohnt haben. © HNA
In diesem Haus in Hofgeismar soll der ehemalige Verfassungsschützer Andreas T. früher gewohnt haben. © HNA
In diesem Haus in Hofgeismar soll der ehemalige Verfassungsschützer Andreas T. früher gewohnt haben. © HNA
In diesem Haus in Hofgeismar soll der ehemalige Verfassungsschützer Andreas T. früher gewohnt haben. © HNA
In diesem Haus in Hofgeismar soll der ehemalige Verfassungsschützer Andreas T. früher gewohnt haben. © HNA

Nazi-Mordserie: Der Kasseler Fall

Nach dem Mord an Halit Y. untersuchte die Spurensicherung der Kripo den Tatort in dem Internetcafé an der Holländischen Straße. © HNA/Fischer
Nach dem Mord an Halit Y. untersuchte die Spurensicherung der Kripo den Tatort in dem Internetcafé an der Holländischen Straße. © HNA/Fischer
Nach dem Mord an Halit Y. untersuchte die Spurensicherung der Kripo den Tatort in dem Internetcafé an der Holländischen Straße. © HNA/Fischer
Nach dem Mord an Halit Y. untersuchte die Spurensicherung der Kripo den Tatort in dem Internetcafé an der Holländischen Straße. © HNA/Fischer
Nach dem Mord an Halit Y. untersuchte die Spurensicherung der Kripo den Tatort in dem Internetcafé an der Holländischen Straße. © HNA/Fischer
Nach dem Mord an Halit Y. untersuchte die Spurensicherung der Kripo den Tatort in dem Internetcafé an der Holländischen Straße. © HNA/Fischer
Nach dem Mord an Halit Y. untersuchte die Spurensicherung der Kripo den Tatort in dem Internetcafé an der Holländischen Straße. © HNA/Fischer
Nach dem Mord an Halit Y. untersuchte die Spurensicherung der Kripo den Tatort in dem Internetcafé an der Holländischen Straße. © HNA/Fischer
Nach dem Mord an Halit Y. untersuchte die Spurensicherung der Kripo den Tatort in dem Internetcafé an der Holländischen Straße. © HNA/Fischer
Nach dem Mord an Halit Y. untersuchte die Spurensicherung der Kripo den Tatort in dem Internetcafé an der Holländischen Straße. © HNA/Fischer
Nach dem Mord an Halit Y. untersuchte die Spurensicherung der Kripo den Tatort in dem Internetcafé an der Holländischen Straße. © HNA/Fischer
Nach dem Mord an Halit Y. untersuchte die Spurensicherung der Kripo den Tatort in dem Internetcafé an der Holländischen Straße. © HNA/Fischer
Nach dem Mord an Halit Y. untersuchte die Spurensicherung der Kripo den Tatort in dem Internetcafé an der Holländischen Straße. © HNA/Fischer
Nach dem Mord an Halit Y. untersuchte die Spurensicherung der Kripo den Tatort in dem Internetcafé an der Holländischen Straße. © HNA/Fischer
Nach dem Mord an Halit Y. untersuchte die Spurensicherung der Kripo den Tatort in dem Internetcafé an der Holländischen Straße. © HNA/Fischer
Nach dem Mord an Halit Y. untersuchte die Spurensicherung der Kripo den Tatort in dem Internetcafé an der Holländischen Straße. © HNA/Fischer
Nach dem Mord an Halit Y. untersuchte die Spurensicherung der Kripo den Tatort in dem Internetcafé an der Holländischen Straße. © HNA/Fischer

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