17-Jährige im Fernsehen

Doku über Kasselerin und ihre Zweitheimat Trinidad und Tobago

Lernte ihre Wurzeln in Trinidad kennen: Aysha Samuel (rechts) aus Kassel mit ihren Gastschwestern Akina und Alyssa Charles (von links). Foto: privat/nh

Kassel. Aysha Samuel ist Deutsche, wurde hier geboren. Doch durch ihren Vater hat sie auch Wurzeln in Trinidad und Tobago. Der gemeinsame Kinderkanal „Kika“ von ZDF und ARD ermöglichte der 17-Jährigen, ihre Teilheimat kennenzulernen.

Für die Doku-Serie „Take-off: Der goldene Tabaluga 2014“ flog die junge Kasselerin jetzt mit einem dreiköpfigen Filmteam eine Woche auf die Karibikinsel Trinidad.

Aysha träumte schon als Kind davon, einmal Schauspielerin zu werden. Deshalb meldete sie sich früh bei einer Kölner Agentur an. Für diese durfte sie bereits vor zwei Jahren in der Sendung „Trau dich“ im „Kika“ auftreten. Im Sender kannte man die junge Kasselerin und wusste: Aysha ist teils Deutsche, aber auch aus Trinidad und Tobago.

Für die neue Doku-Serie wurde sie kürzlich eingeladen zu einem Besuch in der Heimat ihres Vaters, um ihre Wurzeln ergründen zu können. Die Urlaubsregion Tobago hatte sie früher bereits einmal besucht, nicht aber auf der „Arbeiterinsel“ Trinidad, wie Aysha sie nennt.

Ihre Mutter hatte sie vorgewarnt: Trinidad wäre sehr unsicher und kriminell. Der erste Eindruck schien das zu bestätigen. Ayshas Gastfamilie hatte Alarmanlagen und Überwachungskameras am Haus installiert, obendrein noch Sicherheits-Personal engagiert. Doch Aysha machte auch positive Erfahrungen auf der Karibikinsel: „Die Menschen dort sind so offen und nett, egal welchen Lebensstandard sie haben“, sagt die 17-Jährige.

Auf der einwöchigen Reise lernte sie sich auch selbst besser kennen. Ihre Mitmenschen würden sie immer als entspannt beschreiben. Außerdem sei sie ab und an unpünktlich, erzählt sie und lacht. „Das ist ein prägender Teil von mir. So sind die Menschen dort. Man vergisst die andere Heimat manchmal.“

Einige ihrer Verwandten wohnen noch in Tobago, Kontakt zu ihnen hat sie selten. Manchmal telefonierten sie miteinander, für einen Besuch in Kassel fehle aber das Geld, erklärt Aysha. Bis vor zwei Jahren lebte ein Verwandter noch in Deutschland. Es sei ihm hier aber zu kalt gewesen und zu bürokratisch.

Selber auszuwandern käme für Aysha aber nicht infrage, obwohl ihr die Reise sehr gut gefallen hat. Derzeit macht sie ein Freiwilliges Soziales Jahr an einer Theaterschule, danach möchte sie Schauspiel studieren. Beworben hat sie sich zum Beispiel an der Ernst-Busch-Schule in Berlin.

Heute, Montag, läuft die Doku „Take-off: Der goldene Tabaluga 2014“ ab 19.25 Uhr im Kinderkanal Kika. Die Serie ist vierteilig, sodass Aysha auch in den Folgen am 6., 10. und 13. November zu sehen sein wird, gemeinsam mit sechs anderen Jugendlichen.

Von Johanna Daher

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