Nur der Farbton wechselte häufiger

Der Donald-Trump-Stil: Kasseler Friseurin erklärt Präsidenten-Frisur

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1997: Das Haar von Trump wird von einem Rotton durchzogen.

Kassel. Was macht den Trump-Style aus? Die Obermeisterin der Kasseler Friseur-Innung Alexandra Kaske-Diekmann erklärt die Präsidenten-Frisur und was sie dem 70-Jährigen raten würde.

Die Farbe der Frisur von Donald Trump hat sich in den vergangenen Jahren von dunkelblond, Rotbrauntönen bis hin zum derzeitigen Goldgelb mehrfach gewandelt. „Seinem Stil ist der 70-Jährige aber schon von jungen Jahren an treu geblieben“, sagt Alexandra Kaske-Diekmann, Obermeisterin der Kasseler Friseur-Innung. Eine Erklärung in fünf Schritten.

1. Kennzeichnend ist vor allem der tiefgezogenen Seitenscheitel. „Trump teilt die Haarpartie an der linken Kopfseite und zieht sie von dort nach rechts“, sagt Alexandra Kaske-Diekmann. Das mache er aber nicht erst, seit sein Haupthaar auf dem Kopf schütterer geworden ist, sondern das sei auch schon in jüngeren Jahren sein Markenzeichen gewesen. Allerdings ist diese Frisur sehr wind- und wetteranfällig, was oftmals zu kuriosen Bildern führt, wenn eine Böen unter die Haarmatte greift. 

2. Die Vermutung liegt nahe, dass Trump bei der Fülle seines Deckhaares ein bisschen nachgeholfen habe. „Da wird es sich aber nicht in die Karten schauen lassen“, so Kaske Diekmann. Oftmals fällt seine Ponypartie weit in die Stirn, vielfach wirkt die Matte aber auch bewusst streng nach vorn gezogen. 

3. Trumps lange Seitenhaare sehen aus wie gerade mit einem feuchten Kämmchen nach hinten gezogen. „Dafür wird aber wahrscheinlich viel Föhnwärme und jede Menge Haarspray notwendig sein“, vermutet Kaske-Diekmann. Die grauen Schläfen lassen sich trotzdem nur schwer überdecken. 

4. Auch am Hinterkopf trägt Trump das Haar lang. „Das wirkt zerzaust und ungepflegt“, sagt Kaske-Diekmann. Beim Wahlkampf, wenn Trump viel in Bewegung war, haben sich die Strähnen am Hinterkopf wild in verschiedenste Richtungen gekräuselt. In der Jugend werde sowas manchmal noch verziehen, aber im Alter und als Person der Öffentlichkeit, zähle der gute Gesamteindruck. Auch ein schicker Anzug könne keine verstrubbelte oder ungepflegte Frisur überdecken. Haare und die Frisuren von Promis seien stets ein beliebtes Gesprächsthema, sagt Kaske-Diekmann. 

1989: Trump in natürlich wirkendem dunkelblond.

5. Aktuell trägt Trump sein Haar in einem unnatürlich wirkenden Goldgelb-Ton. „Dass das nicht die Originalhaarfarbe eines 70-Jährigen Mannes ist, steht außer Frage“, sagt Friseur-Obermeisterin Kaske-Diekmann. Allerdings zeigen sich bei hellen Tönen die grauen Ansätze weniger deutlich, im Vergleich zu dunkleren Farben. Auch seine Augenbrauen lässt Trump, so scheint es zumindest, regelmäßig seinen Haarfarben anpassen.

Strähnen als Vorschlag 

Von einer radikalen Veränderung würde Alexandra Kaske-Diekmann US-Präsident Trump abraten. „Man muss immer schauen, dass man auch nach einem Friseurbesuch noch man selbst ist“, sagt sie. Authentizität ist wichtig. Trump sollte seinem Stil, den er schon über Jahre pflegt, auch weiterhin treu bleiben. Man könnte die Frisur aber durchaus etwas geordneter und gepflegter stylen. Was die Farbe angeht, könnten vielleicht Strähnen einen weicheren Übergang schaffen. 

Dass in Deutschland jetzt zahlreiche Kunden in die Friseursalons kommen und eine Trump-Frisur haben wollen, glaubt Kaske-Diekmann nicht. Das liegt aber auch an der politischen Debatte, die hier ganz anders geführt werde als in Amerika. Die meisten Deutschen können nicht nachvollziehen, wie Trump gewählt wurde und würden sich deshalb auch keine Frisur wie der Präsident machen lassen. Außerdem ist es in Deutschland bei Friseurbesuchen oftmals so, dass Kunden sich Natürlichkeit wünschen. Man solle nicht unbedingt sehen, dass die Haare gefärbt sind. In Amerika sei das anders.

Trump wird der Karnevalsfavorit

Kaske-Diekmann geht geht davon aus, dass Trump einer der Favoriten der diesjährigen Karnevalssaison sein wird. Da werde die Nachfrage bestimmt groß sein. Trump-Perücken sind aktuell nur über das Internet, in Kasseler Geschäften aber noch nicht zu bekommen. Im Karnevalsladen „Ziege und Harjes“ heißt es aber, Heino-Perücken seien vorrätig, die könne man gut auf Trump umstylen.

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