Über Holländische Straße

Doppel-Trams: Ab Dezember sollen sie rollen

Hier fahren bald Doppeltrams und Regiotrams: Ab Dezember sollen so mehr Fahrgäste auf der Holländischen Straße befördert werden. Die Haltestelle Hegelsbergstraße wird umgebaut. Küftig kann man dann nicht mehr nach links in die Hegelsbergstraße abbiegen. Foto: Schachtschneider

Kassel. Ende des Jahres soll Schluss sein mit überfüllten Trams auf der Linie 1. Ab Dezember wird die KVG Doppel-Trams auf der Strecke zwischen Wilhelmshöhe und Vellmar zum Einsatz bringen.

Um die Situation am Uni-Campus und der Holländischen Straße zu entschärfen, sollen dann auch die Regiotramlinien RT 3 und 4 durch die Nordstadt geführt werden. Zum Auestadion fährt statt der RT 3 künftig die RT 5.

Etwa 50 Interessierte kamen am Donnerstagabend zu einer Info-Veranstaltung von Stadt und KVG, bei der die Pläne nochmals vorgestellt wurden. Anerkannt wurde dabei von Zuhörern und dem Ortsbeirat, dass die Umbauten auf der Holländischen Straße nach den neuen Planungen deutlich geringer ausfallen. Die Bauarbeiten sollen im August losgehen. Nach und nach werden dann bis Ende November die Abschnitte zwischen Stern und der ehemaligen Endstation Holländische Straße in Angriff genommen.

Für die Doppeltrams müssen die Haltestellen Hegelsbergstraße und Halit-Platz/Philipp-Scheidemann-Haus auf die Länge der gekoppelten Straßenbahnen gebracht werden (60 Meter). Damit die breiteren Regiotrams über die Holländische Straße rollen können, braucht der Gleiskörper mehr Platz. Entsprechend müssen in einigen Bereichen für die Straße der Gehweg oder Parkstreifen angeknapst werden. Für alle elf Bäume, die im Zuge der Umbauarbeiten gefällt werden müssen, gibt es Ersatz. In den ursprünglichen Planungen waren noch 21 Baumfällungen vorgesehen.

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Am stärksten eingegriffen wird in den Abschnitt zwischen Wiener Straße und Hegelsbergstraße, sagte Bruno Jerlitschka, Geschäftsführer der KVC (Bauplanungsbüro der KVG). Dort wird die Fahrbahn auf sechs Meter verbreitert, der Parkstreifen auf der stadtauswärtigen Seite entfällt. Dafür werden die Parkbuchten auf der gegenüberliegenden Seite um 50 Meter verlängert. Die Verbreiterung der Straße auch in weiteren Abschnitten ist nötig, damit zwei Lkw nebeneinander Platz haben.

An der Haltestelle Hegelsbergstraße wird es zudem nach der Verlängerung der Bahnsteige aus Richtung Vellmar kommend für Autofahrer keine Möglichkeit mehr zum Linksabbiegen in die Hegelsbergstraße geben. Die Möglichkeit der Kehrtwende über die Gleise in Höhe der Oestmannstraße, um in Richtung Vellmar zu fahren, wird es weiter geben.

Sven Möller, Verkehrsplaner der KVG, erläuterte, warum einige vorgeschlagene Alternativen zur jetzigen Lösung nicht in Frage kommen: Würde die Linie 8 in die Holländische Straße verlegt, wäre das Angebot auf der Leipziger Straße um die Hälfte ausgedünnt. Die Forderung, einfach mehr Einzeltrams fahren zu lassen, statt zwei Trams zu koppeln, würde zu hohe Kosten für Fahrpersonal verursachen. „Wir wollen die Potenziale die im städtischen Netz schlummern – nämlich die Regiotrams – nutzen“, erklärte Möller.

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