Bis zu 60 Meter lang: Doppeltrams sollen auf Königsstraße fahren

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Länger als ein halbes Fußballfeld: Dieses Bild von zwei hintereinander stehenden Straßenbahnen am Königsplatz vermittelt einen ungefähren Eindruck davon, welches Hindernis die Doppeltrams auf der Königsstraße sein werden.

Kassel. In Zukunft sollen bis zu 60 Meter lange Straßenbahnen durch die Kasseler Fußgängerzone fahren. Nicht nur morgens vor 9 Uhr, wie es bislang der Fall ist, sondern nach HNA-Informationen den ganzen Tag.

Das plant zumindest die Kasseler Verkehrs-Gesellschaft (KVG), die mit Doppeltrams die Kapazitätsprobleme auf der Linie 1 nach Vellmar lösen will. Die Zustimmung der Stadt steht noch aus.

Kürzlich hat die KVG die Pläne im Ortsbeirat Nord-Holland vorgestellt. Nach der Sommerpause will der Magistrat darüber beraten und die Stadtverordneten einschalten. Nach Informationen der HNA gibt es bei der KVG die Befürchtung, dass ihre Pläne noch gekippt werden könnten. Denn was bislang nicht offen angesprochen wird: Die doppelten Straßenbahnzüge werden mitten durch die Obere Königsstraße fahren. 60-Meter-Trams auf der Flaniermeile dürften einer Diskussion neue Nahrung geben, die in Kassel seit Jahren immer wieder geführt wird: Ist in der Fußgängerzone Platz für die Straßenbahnen, oder sollten sie daraus verbannt werden?

Trotz des brisanten Themas will bei der Stadt niemand Stellung beziehen. Stadtbaurat Christof Nolda (Grüne) ist im Urlaub. Magistratssprecher Hans-Jürgen Schweinsberg gibt keinen Kommentar ab. Auch die KVG hält sich zurück: „Es geht jetzt zuerst einmal um die politische Zustimmung“, sagt Sprecherin Heidi Hamdad. Dabei leite die Stadt die Kommunikation. (mcj)

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