Stadtbaurat bringt neuen Standort ins Spiel

Wo jetzt geparkt wird: documenta-Institut soll auf den Karlsplatz

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Der Karlsplatz in Kassel von oben.

Stadtbaurat Christof Nolda (Grüne) hat sich in der Diskussion über den Standort für das documenta-Institut für den Karlsplatz ausgesprochen.

In einem Interview mit unserer Zeitung sagt er: „Beim Karlsplatz haben wir die Chance, den Platz in Gänze neu zu ordnen. Das documenta-Institut wäre eine einmalige Möglichkeit, den Bereich für die Stadt zurückzugewinnen.“

Damit schiebt Nolda die Standort-Debatte neu an. Noch bei der Vorstellung des 24-Millionen-Euro-Projektes im Oktober des vergangenen Jahres hieß es, der Holländische Platz stünde als Bauplatz zur Verfügung für eben jenes documenta-Institut, in dem auch das documenta-Archiv Räume beziehen soll.

Zuletzt hatte es aber immer mehr Widerstand gegen den Holländischen Platz als Standort gegeben. Viele Kulturschaffende sprachen sich gegen ihn aus. Auch die documenta-Generaldirektorin Dr. Sabine Schormann machte deutlich, dass sie das Institut lieber in der Nähe des Fridericianums sähe. Dieses Kriterium erfüllt der Standort Karlsplatz. Lediglich Uni-Präsident Dr. Reiner Finkeldey hatte den Holländischen Platz an der Uni als guten Standort verteidigt.

Darüber entscheiden müssen letztlich die Stadtverordneten. Die Fraktionsvorsitzenden der Koalitionsparteien SPD und Grüne signalisierten bereits, gesprächsbereit zu sein. Patrick Hartmann von der SPD sagt: „Wir sind offen für eine neue Diskussion.“ Und Boris Mijatovic von den Grünen erklärt: „Wir stehen dem Vorschlag aufgeschlossen gegenüber.“ Und: „Beim Standort Karlsplatz habe ich keine Bedenken.“ CDU-Fraktionsvorsitzender Michael von Rüden hält den Karlsplatz für eine von mehreren denkbaren Optionen; den Holländischen Platz als Standort hatte die CDU von Beginn an kritisiert. Zustimmung erhält Nolda auch vom documenta-Forum. Vorsitzender Jörg Sperling sagt: „Der Karlsplatz wäre eine gute Alternative.“

Ginge es nach Nolda, soll das Institut auf den Platz gebaut werden, auf dem sich derzeit noch fast 80 Parkplätze befinden. Die Parkplätze seien bereits entwidmet. Das bedeutet: Sie könnten ohne Weiteres wegfallen.

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