Autor der Komödie „Die Hebamme“ diskutiert mit Zeitzeugen über das ehemalige Obdachlosenasyl „Lettenlager“ im Stadtteil Forstfeld

Dramatiker Rolf Hochhuth kommt zur 1100-Jahr-Feier

Rolf

Forstfeld. Ein Diskussions- und Geschichtsabend mit dem in Eschwege geborenen Dramatiker Rolf Hochhuth bildet im Forstfeld den Höhepunkt der Festlichkeiten zum 1100-jährigen Bestehen der Stadt. Die Projektgruppe im Stadtteil habe ein zweiwöchiges Programm auf die Beine gestellt, teilte Stadtteilbotschafter Dr. Marc Urlen jetzt mit.

Der heute 82-jährige Hochhuth hatte 1971 in seiner Komödie „Die Hebamme“ die desolaten sozialen Verhältnisse in den 1950er-Jahren in der Obdachlosensiedlung des Forstfelds, dem ehemaligen „Lettenlager“, beschrieben. In dessen Baracken waren im Zweiten Weltkrieg Fremd- und Zwangsarbeiter untergebracht. Hochhuth wird am Sonntag, 10. März, ab 19 Uhr (voraussichtlich in der Immanuel-Kirche) auf Zeitzeugen von damals treffen und mit ihnen diskutieren. Erwartet wird auch der frühere Hausmeister des Hauses Forstbachweg, Helmut Kleinert.

Den Auftakt der Festwochen bildet am Dienstag, 5. März, ab 19 Uhr im Haus Forstbachweg ein Abend über die Proteste bei der Schließung des Enka-Spinnfaser-Werks in den 1980er-Jahren. Als Zeitzeugen treten unter anderem der frühere Gemeindepfarrer Herbert Lucan und der frühere Ortsvorsteher Falk D. Urlen auf. Geschichten und Erinnerungen aus dem Stadtteil sollen auch beim Jubiläumscafé im Mittelpunkt stehen. Es ist von 5. bis 14. März jeweils dienstags und donnerstags ab 19 Uhr im Haus Forstbachweg geöffnet.

Daneben gibt es während der Jubiläumswochen Tanz, Gesang, Musik und Besichtigungen. Für Freitag, 8. März, ist ab 19 Uhr in der Turnhalle der Lindenberg-Schule ein Band-Wettbewerb geplant. Die Vereine präsentieren sich dort am Samstag, 9. März ab 12 Uhr. Beim Festabend am selben Tag treten ab 20 Uhr unter anderem die Bacardi-Connection und Elvis Young auf.

Zum Finale der Festwoche geht es dann Schlag auf Schlag: Am Samstag, 16. März, beginnt um 12.30 Uhr im Forstfeldgarten ein Fest mit multikultureller Musik. Am Sonntag, 17. März, schließt sich um 11 Uhr das Häschenfest hinter dem Haus Forstbachweg an. (pdi) Foto:  Dilling/Archiv

Nächstes Treffen zur Vorbereitung der Forstfelder Festwochen Freitag, 11. Januar, 19 Uhr, im Haus Forstbachweg.

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