Ab nächster Woche entsteht der Thriller „EneMe“ 

Drehstart in Kassel für ein düsteres Film-Drama mit Sophia Thomalla und Thure Riefenstein

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Sophia Thomalla

Kassel. Das Museum für Sepulkralkultur wird Teil einer Sargfabrik. Natürlich nicht wirklich, sondern nur in einem Kinofilm, der ab kommender Woche in Kassel gedreht wird.

„Es handelt sich um ein düsteres Familiendrama mit Thrillerelementen. Ein bisschen Liebe ist auch dabei“, sagt Regisseur Jakob Gisik (37), der auch Geschäftsführer der Kasseler Produktionsfirma Jakale in Bettenhausen ist.

Der Schauspieler Thure Riefenstein spielt die Hauptrolle in dem Film, der im Herbst 2018 in die Kinos kommen soll. Riefenstein spielt Chris, dem seit Jahrzehnten eine Kugel im Kopf steckt und der gerade aus einem russischen Gefängnis entlassen wurde. Udo Schenk spielt dessen Vater Leo, den Chef eines Sargunternehmens in Kassel. Eigentlich ist Leo aber Waffenhändler, das Geschäft mit den Särgen dient nur zur Tarnung für seine kriminellen Machenschaften. Und mit denen will Sohn Chris nichts mehr zu tun haben.

Die Macher vom Jakale-Film- Team aus Kassel: (von links) Drehbuchautor Adnan G. Köse, Produzent Frank Büsching und Regisseur Jakob Gisik.

Es geht also um einen Vater-Sohn-Konflikt, sagt Adnan G. Köse, der das Drehbuch für „EneMe“ geschrieben hat. „Das ist ein Wortspiel zwischen Enemy (Feind) und Me (mir)“, sagt Köse, von dem auch das Drehbuch für „Lauf um dein Leben“ stammt.

Regisseur Gisik hat sich im Jahr 2009 mit seiner Produktionsfirma an der Leipziger Straße in Kassel niedergelassen. Bislang habe er Kurzfilme gedreht, „EneMe“ wird sein Debüt als Kinofilm. Ursprünglich sollte der Film in Frankfurt spielen, dann habe er sich mit Kassel als Drehort angefreundet. „Hier gibt es noch viele unverbrauchte Bilder“, sagt Gisik. Zudem wird einige Tage in Russland gedreht. Bei der Suche nach Drehorten in Kassel habe er die Stadt neue entdeckt und sich „neu verliebt“, sagt Gisik, der in Reinhardshagen (Landkreis Kassel) lebt.

Der Hauptdarsteller: Thure Riefenstein spielt Chris, der gerade aus einem russischen Gefängnis entlassen worden ist.  

Neben dem Museum für Sepulkralkultur auf dem Weinberg (das soll der Showroom der Sargfabrik sein) wird zum Beispiel in der neuen Bar „Papagayoo“ auf der Friedrich-Ebert-Straße gedreht. In der Weinkirche an der Werner-Hilpert-Straße soll eine Schießerei stattfinden. Drehorte sind auch die ehemalige Flüchtlingsunterkunft im Gartencenter Hornbach (Lohfelden) und der Flughafen Calden. „Eines der wichtigsten Motive wird aber das neue Hotel Renthof“, sagt der Regisseur. In dem Kasseler Hotel wird aber nicht nur gedreht, sondern dort werden auch die Stars untergebracht. Neben Riefenstein und Schenk sind das zum Beispiel auch Sophia Thomalla, die eine „Femme fatale“ spielt, und die Schauspielerin Jasmin Lord („Vier gegen die Bank“, „Bullyparade“). Die Filmcrew komme aus ganz Deutschland.

Produzent Frank Büsching hat für den frei finanzierten Film Einzelanleger und den Finanzvertrieb Franz Flegaric als Co-Produzenten gewonnen. In Kassel seien die Filmpläne auf positive Resonanz gestoßen, sagen die Macher. Sowohl bei Oberbürgermeister Christian Geselle als auch bei der Industrie- und Handelskammer und der Wirtschaftsförderung. „Ich freue mich auf Kassel und die Kamera auch“, sagt der Regisseur. Er hofft, dass nach „EneMe“ weitere Filme in der Stadt folgen werden.

Bei einer Gala am Samstag, 25. November, sollen im Capitol in Kassel erste Szenen von „EneMe“ präsentiert werden.

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