Ur-Oma bittet um Hinweise

Sie vermisst ihre Lieblinge: Drei Kaninchen einer Achtjährigen gestohlen

Mit gemaltem Bild und dem mit Fotos versehenen Such-Zettel für ihre Hasen: Denise Kemmermeier (8) vor dem leeren Stall und dem Freigehege in dem Harleshäuser Garten. Uroma Edeltraud Landefeld zeigt ein in das Netz geschnittenes Loch. Foto: Hermann

Harleshausen. „Kommt bitte bitte zurück. Ich vermisse euch ja so.“ Denise Kemmermeier ist traurig. Die Achtjährige schreibt Briefe an Schnuffi, Schneeweißchen und Flocki.

Schon seit 9. Juni sind ihre Zwergkaninchen aus dem Freigehege des Harleshäuser Gartens verschwunden. Noch gibt es keinen Hinweis, wo sie geblieben sein könnten – trotz eigener Suche mit ausgehängten Zetteln und Einschaltens der Polizei.

Inzwischen gebe sich ihre Urenkelin tapfer. Aber beim Zubettgehen weine Denise noch jedes Mal, berichtet Edeltraud Landefeld. Die ganze Familie kann nicht verstehen, wer so etwas tun konnte. Denn dass es Menschen waren, die das braune, das weiße und das schwarze Zwergkaninchen aus dem Garten an der Gottlieb-Kellner-Straße stahlen, da gibt es für die 76-Jährige keinen Zweifel.

Am Morgen, als sie das Verschwinden der Tiere bemerkte, seien zwei große Löcher in das Netz des Freigeheges geschnitten gewesen. Der Käfig sei demoliert, der Draht des Stalls eingedrückt worden. Überall hätten Fellbüschel herumgelegen. Auch eine kleine Wodka-Flasche habe man im Garten gefunden. „Das kann kein Tier gewesen sein, das unsere Hasen geholt hat“, ist sich Edeltraud Landefeld sicher. Und sie befürchtet deshalb das Schlimmste.

Ur-Oma und Ur-Enkelin hoffen jetzt auf den Aufruf in der Zeitung. Vielleicht könne es sein, dass die Diebe die gestohlenen Hasen wieder ausgesetzt haben. Vielleicht sei auch aufgefallen, dass jemand plötzlich drei Hasen im Stall oder im Garten hat. Vielleicht lasse sich der Dieb durch den Aufruf dazu bringen, die Hasen einfach wieder an das Mädchen zurückzugeben. Wer Schnuffi, Schneeweißchen und Flocki gesehen oder etwas von ihrem Verschwinden oder Verbleib mitbekommen hat, wird gebeten, sich bei Edeltraud Landefeld unter der Rufnummer 0561 / 886336 zu melden.

Übrigens hat Denise auf die mit Fotos der Hasen versehenen und ausgedruckten Such-Zettel noch einen handschriftlichen Zusatz geschrieben: „Finderlohn 50 Euro“. Das Geld würde die Achtjährige für die Rückkehr ihrer Lieblinge sogar aus dem eigenen Sparschwein zahlen.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.