Genossenschaft Bürger Energie Kassel & Söhre

Drei bis vier Prozent Rendite: Windpark verdient Geld

Kassel. Die Genossenschaft Bürger Energie Kassel & Söhre hat im Geschäftsjahr 2014 positive Ergebnisse erzielt.

Die 600 Mitglieder können nach Angaben von Vorstand Wolf Diethart Breidenbach mit drei bis vier Prozent Rendite auf ihre gezeichneten Anteile im Wert von rund drei Millionen Euro rechnen.

Die Genossenschaft Bürger Energie Kassel & Söhre hat im Geschäftsjahr 2014 positive Ergebnisse erzielt. Die 600 Mitglieder können nach Angaben von Vorstand Wolf Diethart Breidenbach mit drei bis vier Prozent Rendite auf ihre gezeichneten Anteile im Wert von rund drei Millionen Euro rechnen.

Windpark Söhrewald/Niestetal: Auf dem Warpel (Bild) in der Söhre stehen fünf dieser über 200 Meter hohen Windkraftanlagen der Städtischen Werke Kassel, zwei weitere Rotoren bei Niestetal-Heiligenrode.

In der Generalversammlung, zu der 140 Energie-Genossen ins Haus der EAM gekommen waren, sprach Vorstandsmitglied Professor Rainer Meyfahrt von einem sehr guten Geschäftsergebnis beim Windpark Söhrewald/Niestetal, an dem die Genossenschaft seit Dezember 2014 mit 17 Prozent beteiligt ist. 2,2 Millionen Euro wurden in die insgesamt sieben Windräder und eine Fotovoltaik-Anlage investiert.

Ausfall durch Blitzeinschläge

„Trotz Ausfallzeiten durch zwei Blitzeinschläge lagen die Winderträge aus dem ersten Jahr nur geringfügig unter den Prognosen“, erläuterte Meyfahrt. Obwohl während der Reparaturzeit keine Wind-Ernte eingefahren werden konnte, seien die wirtschaftlichen Ergebnisse des Windparks im ersten Geschäftsjahr besser als prognostiziert gewesen, weil die Ausfälle über Versicherungen und Gewährleistungen abgedeckt wurden. Die Erträge aus der Fotovoltaik-Anlage in Niestetal hätten ebenfalls die Erwartungen überstiegen. Mit ähnlich guten Ergebnissen könne man auch in Zukunft rechnen, da der Wind im Jahr 2014 unter dem langjährigen Durchschnitt lag.

Rainer Meyfahrt

Die Genossenschaft plant, die Beteiligung am Windpark Söhrewald/Niestetal auf insgesamt 25 Prozent aufzustocken. Zudem wird eine weitere Beteiligung an den künftigen Windparks am Rohrberg bei Helsa und im Kaufunger Stiftswald angestrebt.

Wie viel Geld investiert werden kann, hängt davon ab, ob die Genossenschaft weitere Mitglieder und neue Finanzeinlagen einwerben kann, erklärt Vorstandsvorsitzender Breidenbach.

Im Windpark Rohrberg bei Helsa/Hessisch Lichtenau ist der erste Windturm bereits im Bau. Insgesamt werden dort bis Ende dieses Jahres für 30 Millionen Euro fünf je 204 Meter hohe Windkraftanlagen von den Städtischen Werken Kassel errichtet. Daran können sich Bürger über die Energiegenossenschaften beteiligen.

„Die positiven Ergebnisse unserer ersten großen Investition zeigen deutlich, dass wir verantwortungsvoll mit den uns anvertrauten Geldern umgehen, keine überzogenen Versprechen machen und mit den Städtischen Werken einen vertrauenswürdigen Partner haben“, sagt Breidenbach.

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