Standortsuche für die geplante neue Rettungswache im Stadtteil Bettenhausen

Dresdener Straße im Blick

Offen für Standort-Ideen: Branddirektor Karl-Heinz Krütt, Leiter der Kasseler Berufsfeuerwehr. Foto: Schoelzchen/nh

Bettenhausen. Im Stadtteil Bettenhausen soll eine neue Rettungswache für Notfallversorgung und Krankentransport eingerichtet werden. Ob der Rettungswagen ab Herbst dieses Jahres tatsächlich an der Dresdener Straße auf Einsätze wartet oder doch ein anderer Standort gewählt wird, ist aber noch nicht entschieden.

Grundstück vorhanden

Ein Standort an der Dresdener Straße hätte für das Vorhaben aus der Sicht des Rettungsdienstes und auch des Ortsbeirates Bettenhausen Vorteile. Dort verfügt die Stadt Kassel über neu erschlossene Gewerbeflächen und könnte ein geeignetes Grundstück zur Verfügung stellen.

Die Retter wären von der Dresdener Straße aus schnell im Kasseler Osten sowie auf der Autobahn 7. Nicht zuletzt würden dort nur wenige Anwohner durch Alarmfahrten gestört. „Wir könnten uns eine Wache an der Dresdener Straße gut vorstellen“, sagt Bettenhausens Ortsvorsteher Peter Tippmann (Werbegemeinschaft Bettenhausen). Dort könnte unter Umständen sogar mal ein Rettungshubschrauber landen.

Denkbar wäre auch eine Nutzung des bisherigen Polizeireviers an der Erfurter Straße. Die Schutzleute ziehen an die Leipziger Straße um, für das Revier gibt es noch keine Anschlussverwendung. Allerdings war die problematische Lage mitten im alten Ortskern Bettenhausens ein Grund für den Umzug der Polizei an die Leipziger Straße.

Offen für Standort-Ideen

„Wir sind offen für Standort-Ideen“, sagt Karl-Heinz Krütt, Chef der für den Rettungsdienst in der Region zuständigen Kasseler Berufsfeuerwehr. Einen Standort in Bettenhausen vorzuschlagen, sei Sache des Anbieters, der künftig die Rettungswache betreiben will.

Der geplante Ausbau des Rettungsdienstes in der Region soll Ende März von der Kasseler Stadtverordnetenversammlung beschlossen werden. Dann folgt laut Krütt ein Ausschreibungsverfahren, an dem sich Rettungsorganisationen wie beispielsweise Deutsches Rotes Kreuz, Arbeiter-Samariter-Bund oder Johanniter-Unfall-Hilfe beteiligen können.

„Wir werden hinreichend gute Bewerber haben“, ist Krütt zuversichtlich. Die Bewerber würden dann auch ihre Standortvorschläge präsentieren. Ob eine Rettungswache neu gebaut, ein vorhandenes Gebäude gemietet oder erst mal nur Container aufgestellt werden, sei Sache des Auftragnehmers. „Die Lösung muss wirtschaftlich tragbar sein“, sagt Krütt.

Vorerst soll in Bettenhausen nur ein Rettungsfahrzeug stationiert werden. Eine Erweiterung der Rettungswache müsse aber möglich sein, erklärt der Feuerwehr-Chef. Denn die Zahl der Einsätze, die seit 2005 um ein Drittel zugenommen hat, wird nach Einschätzung der Fachleute weiter steigen.

Von Jörg Steinbach

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.