Brückenbaustelle in Bettenhausen

Dresdener Straße: Staugefahr noch drei Wochen

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Auch die Innensäume der Brücken mussten aufwendig saniert werden. Nach der Reparatur ist der Beton wieder glatt und weist Regenwasser gut ab. Streckenweise wurden auch hier schon neue Mittelleitplanken aufgesetzt.

Kassel. Noch bis Mitte Dezember müssen sich Autofahrer auf der Dresdener Straße auf Staus einstellen. Zum einen sind die Brücken-Reparaturen über der Fulda-Flutmulde noch nicht abgeschlossen.

Zum anderen werden in den nächsten Wochen die Leitplanken auf dem Mittelstreifen des stark befahrenen Autobahnzubringers zur A7-Anschlussstelle Kassel-Nord komplett ausgetauscht.

„Betroffen ist diegesamte Ausbaustrecke der Dresdener Straße von der Sandershäuser Straße bis rauf zur Autobahnauffahrt“, sagt Horst Sinemus, Sprecher von Hessen Mobil. Ein Großteil der gut 30 Jahre alten Mittelleitplanken sei inzwischen entfernt worden, aktuell sicherten rot-weiße Barken den mittigen Grünstreifen ab.

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In den kommenden Tagen werden nun – wie bei einer Wanderbaustelle – neue Leitplanken eingesetzt. Dabei wird streckenweise immer ein Fahrstreifen für den Verkehr gesperrt, Autofahrer müssen sich via Reißverschluss-Verfahren an den Baustellenfahrzeugen vorbeischlängeln. „Der Austausch der Leitplanken ist aus Sicherheitsgründen erforderlich geworden“, sagt Sinemus. Das alte Material aus Thomas-Stahl sei brüchig geworden. „Brüchiger Stahl reißt, wenn es zu einer Kollision kommt“, sagt Sinemus. Damit werde die Bewegungsenergie des Autos nicht mehr aufgenommen. Folge: „Autos, die in die Leitplanke prallen, werden nicht mehr gebremst, sondern fahren einfach durch“, sagt Sinemus. Die neuen Leitplanken bestünden aus einer anderen Legierung. „Da reißt dann nichts mehr.“

Indessen wird die Brücke in stadtauswärtiger Richtung nach wie vor repariert – mit der Folge, dass der komplette Verkehr weiter über die stadteinwärtige Brückenhälfte geführt werden muss. Hier sind es vor allem die 40 Jahre alten Übergangskonstruktionen von der Brücke zur Straße, die ausgetauscht wurden. Zudem wurden die Außen- und Innensäume der Brücke saniert. Eingetretenes Wasser hatte den Stahl in der Stahlbetonkonstruktion zum Rosten gebracht. Folge: Der Beton war teilweise weggebröselt. „Alle Arbeiten werden bis zum Freitag, 13. Dezember, abgeschlossen sein“, sagt Sinemus, „auch die Mittelleitplanken bis rauf zur A7 sind bis dahin fertig.“ Die Baustelle werde dann komplett abgebaut, sodass wieder alle vier Fahrspuren zur Verfügung stünden.

„Allerdings nur bis April 2014“, sagt Hessen-Mobil-Sprecher Sinemus. Dann werde die Baustelle wieder neu eingerichtet, um die stadteinwärtige Brückenhälfte zu sanieren. Erst Ende Juli 2014 werde voraussichtlich alles fertig sein.

Von Boris Naumann

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