Prof. Andreas Hänlein tritt heute sein Amt als Vizepräsident an

Dritter Mann an der Uni-Spitze

Will neue Akzente setzen: Prof. Andreas Hänlein tritt heute sein Amt als Vizepräsident der Uni Kassel an. Foto: Eder

Kassel. Spätestens zum nächsten Wintersemester 2011/2012 wird sich Prof. Andreas Hänlein wegen des zu erwarteten Studentenansturms mit dem Problem fehlender Räume an der Uni Kassel auseinandersetzen müssen. Bis dahin hat der 51-Jährige noch eine Schonfrist.

Hänlein tritt heute für drei Jahre sein Amt als neuer Vizepräsident der Kasseler Hochschule an. Er ist neben Prof. Dr. Claudia Brinker-von der Heyde und Prof. Dr.-Ing. Martin Lawerenz der Dritte im Bunde der Vizepräsidenten.

Ebenso wie sein Vorgänger Prof. Alexander Roßnagel, der jetzt wieder mehr Zeit für die Forschung hat, wird er insbesondere Ansprechpartner für die sozial- und gesellschaftswissenschaftlichen Fachbereiche sein, sich für die Weiterentwicklung von Studium und Lehre sowie für die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses einsetzen.

Der Jurist, der einen kooperativen Führungsstil pflegt, hatte auch beruflich stets einen sozialen Schwerpunkt. So verwundert es nicht, dass im Mittelpunkt seiner Arbeit die Planung eines Kompetenzzentrums für die Sozialwissenschaften / Sozialrecht steht. Fachkräfte im Bereich der sozialwirtschaftlichen Praxis seien Mangelware, sagt er. Kassel böte hierfür einen guten Nährboden, weil beispielsweise Gerichte, Verbände, Krankenhäuser und die Diakonie ein deutliches Interesse an solch einem neuen Zentrum signalisiert hätten.

Der Jurist will darüber hinaus die Bachelor-Studiengänge weiter reformieren. Trotz des Studentenandrangs müsse die Lehre qualitätsvoll sein, sagt der zurückhaltend wirkende Mann. Lehramtsstudenten erhielten künftig in ihrer Ausbildung noch mehr Praxisanteile - auch das müsse er organisieren.

Hänlein, der in seiner Freizeit in Sachen Kunst und Kultur unterwegs ist, will auch dafür sorgen, dass der wissenschaftliche Nachwuchs während der Promotion gute Bedingungen an der Uni vorfindet. „Man muss über die Arbeitsbedingungen nachdenken“, sagt er.

Von Beate Eder

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