DRK: Zelte für Flüchtlinge sind nur eine Notlösung

Kassel / Wiesbaden. Das Deutsche Rote Kreuz in Hessen beteiligt sich mit ehrenamtlichen Katastrophenschutzeinheiten am Aufbau der Zeltstädte für jeweils mehr als 1000 Flüchtlinge in Limburg und auf dem alten Flughafen Kassel in Calden, sieht die Unterbringung von Asylsuchenden in Zelten aber kritisch.

„Das Rote Kreuz hilft, wenn Hilfe gebraucht wird“, sagt Norbert Södler, Präsident des DRK-Landesverbands Hessen, „aber Zeltstädte können nur eine kurzfristige Notlösung sein.“ Menschenrechte und gelebte Humanität müssten im Mittelpunkt der Asyl- und Flüchtlingspolitik stehen. „Es muss sichergestellt werden, dass Flüchtlinge nach den von der Liga der Freien Wohlfahrtsverbände definierten Mindeststandards untergebracht werden“ fordert Södler.

Über 400.000 Flüchtlinge

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Mehr als 400.000 Flüchtlinge werden 2015 in Deutschland nach Angaben des DRK erwartet. Es liege also vermutlich derzeit keine akute Krisensituation vor, sondern Deutschland müsse sich langfristig auf mehr Flüchtlinge einstellen, ist der DRK-Präsident überzeugt.

Das hessische Rote Kreuz hat aktuell 220.476 Fördermitglieder, betreibt 391 Bereitschaften, verfügt über 13.303 aktive Helferinnen und Helfer und dazu 4682 Jugendrotkreuzmitglieder. 6527 hauptamtliche Mitarbeiter sind für das DRK Hessen tätig. (ach)

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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