Millionenschwere Drogengeschäfte: Angeklagter gesteht 

Kassel. Im Kasseler Prozess um millionenschwere Drogengeschäfte hat ein 31-Jähriger ein Geständnis abgelegt. Vor dem Landgericht gab der Angeklagte am Donnerstag zu, die Drogengelder eingesammelt und Treffen zwischen dem Händler und den Abnehmern vermittelt zu haben.

„Ich bin da hingefahren, wo man mir das gesagt hat“, sagte der Mann zum Prozessauftakt.

Aktualisiert um 15.55 Uhr

Das Geld habe er bei dem mutmaßlichen Kopf der Bande abgegeben. Der 46-Jährige steht ebenfalls vor Gericht.

Das Duo soll laut Anklage Drogen im Verkaufswert von rund 2,8 Millionen Euro aus Belgien und den Niederlanden nach Kassel und Berlin gebracht haben. Die Staatsanwaltschaft wirft den Männern bandenmäßige Einfuhr und Handel mit Betäubungsmitteln vor: Insgesamt geht es um 732 Kilogramm Marihuana.

Der Staatsanwalt zählte zu Prozessbeginn rund 50 Taten zwischen November 2009 und Dezember 2010 auf. Der mutmaßliche Haupttäter soll das Rauschgift importiert oder Kuriere beauftragt haben. Der 31 Jahre alte Komplize muss sich wegen Beihilfe verantworten.

Der Prozess hatte am Donnerstagvormittag unter hohen Sicherheitsvorkehrungen begonnen. Fast ein Dutzend Polizisten filzte die Prozessbesucher und durchsuchte Taschen, auch Handys mussten abgegeben werden.

Die Verhandlung wurde zwischenzeitlich unterbrochen, weil sich Verteidigung, Staatsanwaltschaft und Gericht verständigen wollten, um das Verfahren abzukürzen. Zu einer Einigung kam es jedoch nicht.

Bislang sind zehn weitere Verhandlungstage angesetzt, an denen insgesamt zehn Zeugen gehört werden sollen. (dpa)

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