Genaue Summe wurde nicht bekannt gegeben

BMW-Milliardär Quandt investiert in Kasseler Drohnen-Start-up Dedrone

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Sammelte 25 Millionen Euro Kapital ein: Dedrone-Chef Jörg Lamprecht.

Der Kasseler Drohnenabwehr-Spezialist Dedrone bekommt prominente Unterstützung: Der Milliardär Stefan Quandt investiert in das deutsch-amerikanische Technologie-Start-up.

Aktualisiert um 16.15 Uhr - Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, hat Quandts Beteiligungsgesellschaft Aqton Private Equity einen Anteil von 10,5 Prozent am Stammkapital erworben. Die genaue Investitionssumme wurde nicht bekannt gegeben.

Dedrone hat ein Drohnenwarnsystem zum Schutz von Unternehmern, Veranstaltungen und kritischen Infrastrukturen entwickelt. Mittels Sensoren erkennt es unbemannte Flugobjekte am Fluggeräusch und -verhalten sowie an Form und Funksignalen. Es lokalisiert die Piloten, alarmiert die Sicherheitskräfte und aktiviert Schutz- und Abwehrmaßnahmen.

Die Basis bilden von Dedrone entwickelte Radiofrequenzsensoren, die Drohnen und Fernsteuerungen anhand ihrer Funksignale identifizieren und orten. DroneTracker, die Dedrone-eigene Software-Plattform, sammelt, verarbeitet und bewertet die Sensor-Informationen und bestimmt die Position des Piloten. Drohnen werden zur Spionage und zum Transport von Drogen und Kleinfeuerwaffen eingesetzt.

Mit einem Vermögen von mehr als 13 Milliarden Euro gilt Quandt als einer der reichsten Männer der Welt. Neben ihm beteiligt sich mit John Chambers, der den Netzwerkausrüster Cisco zu einem milliardenschweren Konzern und zum zeitweise wertvollsten Unternehmen der Welt aufbaute, ein weiterer bedeutender Unternehmer an Dedrone. Insgesamt flossen nach Unternehmensangaben bereits rund 25 Millionen Euro Wagniskapital in das Start-up, unter anderem von den Risikokapitalfirmen Target Partners aus München, Felicis Ventures und Menlo Ventures aus dem Silicon Valley.

Mit mehr als 13 Milliarden Euro einer der reichsten Menschen der Welt: Unternehmer Stefan Quandt.

Dedrone-Chef Jörg Lamprecht sieht in dem Engagement der Aqton Private Equity vor allem eine Chance, neue Kontakte im europäischen Markt zu knüpfen: „Wir sind zuversichtlich, mit Hilfe unserer international aufgestellten Investorenbasis auch in unserer Heimat Europa noch stärker Fuß fassen und wachsen zu können.“ Quandt lässt sich mit den Worten zitieren: „Die Stadt der Zukunft wird von Digitalisierung und künstlicher Intelligenz geprägt sein. Dazu passt eine smarte Infrastruktur im unteren Luftraum. Die Dedrone-Technologie bietet hier neben Sicherheit auch viele Zukunftschancen.“ Dedrone arbeite schon heute mit mehreren Großstädten zusammen. Ziel sei der Aufbau einer flächendeckenden Drohnen-Erkennung zur Inspektion von Bauwerken oder Lenkung von Rettungskräften.

Dedrone wurde 2014 von Lamprecht gemeinsam mit Ingo Seebach und Rene Seeber in Kassel gegründet. Seinen Hauptsitz hat das Unternehmen inzwischen nach San Francisco in den USA verlegt. Entwicklung und Produktion befinden sich nach wie vor in Kassel. Das Unternehmen beschäftigt 70 Mitarbeiter, davon 45 in Kassel. Jährlich setzt Dedrone einen mittleren einstelligen Millionenbetrag um.

Dedrone Kassel - Team

Das Führungsteam von Dedrone besteht aus:

  • Sebastian Blum, VP of Business Development
  • David Prantl, VP of Technology
  • John Fernandez, VP of Finance

Insgesamt hat Dedrone über 70 Mitarbeiter in 6 Abteilungen, die 12 Sprachen sprechen und auf verschiedenen Kontinenten arbeiten. 

Dedrone Kassel - Jobs

Laut Website des Unternehmens wächst Dedrone stetig weiter und sucht immer nach neuen Mitarbeitern. In Kassel werden unter anderem derzeit Operations Developer, Director of Operations, Service Techniker und Werksstudenten gesucht. Auch Software-Tester sowie -Entwickler könnten ihr Glück versuchen. Hier sind alle offenen Stellen ausgeschrieben.

Stefan Quandt: Wohnort in Frankfurt

Laut Medienberichten lebt Stefan Quandt derzeit in seinem Geburtsort Frankfurt am Main. Er ist Wirtschaftsingenieur und wurde 1966 geboren. Seit 2005 ist er verheiratet, er hat zwei Kinder.

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