Städtischer Mitarbeiter auf Anklagebank

Drohte Amt mit Pfefferspray? - Städtischer Mitarbeiter auf Anklagebank

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Um diese Linde geht es: Der Baum wurde vor zwei Jahren von seinem Besitzer zurückgeschnitten. Ein Mitarbeiter des Umwelt- und Gartenamtes griff ein. Heute steht der Mann vor Gericht.

Kassel. Der Streit um eine Linde im Habichtswald endet vor Gericht: Ein Mitarbeiter des Kasseler Umwelt- und Gartenamtes muss sich am heutigen Donnerstag wegen des Verdachts der Körperverletzung und Nötigung vor dem Amtsgericht verantworten.

Das bestätigt Götz Wied, Sprecher der Staatsanwaltschaft Kassel, auf Anfrage der HNA.

Die Ermittlungsbehörde wirft dem Mann vor, im Juni vor zwei Jahren den Gastronomen des Hotels und Restaurants „Neue Drusel“ auf dessen Grundstück verletzt und mit Pfefferspray genötigt zu haben.

Hubwagen gemietet

Der Gastronom wollte im Juni 2011 eine große Linde auf seinem Grundstück zurückschneiden. Dafür hatte er einen Hubwagen gemietet und einen befreundeten Forstingenieur um Hilfe gebeten. Davon hatte der städtische Mitarbeiter wohl Wind bekommen und fuhr auf das Grundstück. Er habe den Garten betreten und von beiden Männern verlangt, dass sie sich ausweisen.

Keinen Ausweis dabei

Der Eigentümer des Grundstücks hatte bei der Gartenarbeit keinen Ausweis dabei. Als er seine Papiere aus dem Haus holen wollte, sei er von dem Mitarbeiter des Gartenamts am Weggehen gehindert worden. Dieser habe den Gastronomen gegen einen Lkw gedrückt und mit Pfefferspray bedroht. Das wertet die Staatsanwaltschaft als Nötigung.

Bei der Stadt Kassel will man sich derzeit zu dem laufenden Verfahren nicht äußern, sagt Sprecher Ingo Happel-Emrich.

Von Ulrike Pflüger-Scherb

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