DSDS, Bachelor und Höhle der Löwen: Diese Nordhessen waren 2017 im TV zu sehen

Egal ob Spiel-, Casting- oder Datingshow – im Unterhaltungsfernsehen mit dabei zu sein, war noch nie so einfach wie heute. 2017 waren zehn Nordhessen im TV zu sehen. Das ist aus ihnen geworden.

Angefangen bei dem Casting-Klassiker „Deutschland sucht den Superstar“ über den Zickenkrieg bei „Der Bachelor“ bis hin zum erfolgreichen Geschäftsdeal in der „Höhle der Löwen“ oder der Frage nach dem leckersten Essen bei „The Taste“ – noch nie waren so viele Teilnehmer aus Kassel und Umgebung in Fernsehshows zu sehen, wie in diesem Jahr. Wir blicken zurück auf ihre Auftritte und haben sie gefragt, was sich seitdem in ihrem Leben verändert hat.

Von Nordhessen in den Dschungel

Noch lässt sie sich in Kassel im dicken Wintermantel ablichten, doch schon bald könnte es wieder freizügigere Fotos von Kattia Vides geben. Die Kasselerin mit kolumbianischen Wurzeln wird aller Voraussicht nach Kandidatin im RTL-Dschungelcamp. Foto: rtl

Sie war die Dramaqueen der vergangenen Staffel der RTL-Kuppelshow „Der Bachelor“. Zumindest wurden die Szenen in der Postproduktion so zusammengeschnitten, dass dieser Eindruck entstehen konnte. Doch Kattia Vides, Kasselerin mit kolumbianischen Wurzeln, nahm es gelassen und ließ sich nicht auf das Image der Zicke festnageln.

Zwar wurde es mit dem Rosenkavalier Sebastian Pannek nichts, aber die 29-jährige Vides war beim Publikum nicht zuletzt wegen ihrer knappen Kleidchen trotzdem in aller Munde. Im Januar startet nun die nächste „Bachelor“-Staffel. Vides verschlägt es aller Voraussicht nach jedoch in eine andere Unterhaltungsshow des Kölner Privatsenders. Wie die „Bild“ berichtete – und da ist der Springer-Verlag meist top informiert – ist Vides Kandidatin bei „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ und somit im nächsten Dschungelcamp ab 19. Januar dabei.

Der Sender will noch keine Namensspekulationen kommentieren und stellt die Teilnehmer erst einige Tage vor Beginn der neuen Staffel offiziell vor. Vides selbst und ihre Agentur reagierten auf entsprechende Anfragen nicht. Passen würde die rassige Brünette in die Horde semi- bis unbekannter TV-Gesichter, die sich jedes Jahr im Dschungelcamp tummelt, aber allemal. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass wir mit Kattia Vides die erste Kasseler Kandidatin beim Verspeisen von Kakerlaken am Lagerfeuer im australischen Dschungelcamp sehen werden.

Bei „Beginner gegen Gewinner“ knapp dran

Patrick Rudolph 

Beinahe hätten Patrick Rudolph und Benjamin Laubert 140.000 Euro gewonnen. Anfang Dezember waren die beiden Kasseler bei der Spielshow „Beginner gegen Gewinner“ (Pro Sieben) mit Moderator Joko Winterscheidt zu sehen. Ein Patzer im Finale brachte die beiden allerdings um ihren Gewinn.

Benjamin Laubert

„Man wird immer wieder daran erinnert“, sagt der 28-jährige Rudolph, der als Medienberater bei Radio Bob arbeitet. Benjamin Laubert sieht es ähnlich. „An der Show teilzunehmen, war schon eine überragende Erfahrung“, sagt der 32-jährige Informatiker. „Ein paar Monate danach ärgert man sich aber immer noch über den verloren gegangenen Gewinn.“

Hebamme bei „The Taste“ am Herd

Karen Lang

Obwohl sie nicht bis ins Finale kam, ist die Kasseler Hebamme Karen Lang (47) auf ihre Leistung bei der Sat.1-Kochshow „The Taste“ noch immer stolz. Kulinarisch habe Lang in ihrer Zeit bei „The Taste“ einiges dazu gelernt, „zum Beispiel wie wunderbar karamellig verbrannte weiße Schokolade schmeckt“. Nach der Show hatte sie der Alltag zwar schnell wieder, aber Kochen spielt bei Lang noch immer eine sehr große Rolle. Zusätzlich zu ihrem eigenen Supperclub (www.karenstkitchen.de), in dem sie viergängige Dinnermenüs kocht, plant sie für 2018 mit anderen „The Taste“-Teilnehmern sogenannte „Löffel-Events“, bei denen Gäste wie in der Show in mehreren Miniatur-Gängen bekocht werden. Anmelden kann man sich per Mail an info@loeffelbande.com und bei Facebook.

Mehr Mut beim Shoppen dank „3 Boxen, dein Style“

Andrea Kalb

Weil selbst ihre Mutter modernere Klamotten als sie im Schrank hatte, ließ sich die Kasseler Ergotherapeutin Andrea Kalb (31) Anfang Dezember in der Show „3 Boxen, dein Style“ von Daniela Katzenberger umstylen. In ihrem neuen weißen Kleid fühlt sich die junge Mutter richtig wohl. 

Und wie war es, sich selbst im Fernsehen zu sehen? „Sehr aufgeregt und nervös“ sei sie gewesen. Doch da sie sich mit der Art, wie der Sender sie zeigte, gut identifizieren konnte und die Reaktionen von Nachbarn, Freunden und den Senioren in dem Altenheim, in dem sie arbeitet, durchweg positiv gewesen seien, sei sie beim Shoppen mutiger geworden. Und hat sich ganz allein ein Kleid für den Geburtstag ihrer Mutter gekauft.

Drei Nordhessen für Dieter Bohlen

Drei Nordhessen waren im Frühjahr bei „Deutschland sucht den Superstar“ (RTL) zu sehen. Unter die letzten Zehn kam keiner von ihnen. Die Vellmarerin Natascha Lefert schaffte es unter die letzten 25 Teilnehmer. Doch dann scheiterte die Schlagersängerin, deren großes Vorbild Helene Fischer ist, an einem Rocksong. Lefert tritt regelmäßig auf Schlagerpartys in der Region auf. „Der Musik bin ich treu geblieben. Ich arbeite mit Produzenten an weiteren Projekten“, sagt die 32-Jährige. Auch die zweifache Mutter Natalie Ehrlich aus Helsa hatte es unter die letzten 25 Teilnehmer geschafft, nachdem sie von Dieter Bohlen eine zweite Chance bekommen hatte. Ein Eintrag auf ihrer Facebook-Seite legt nahe, dass sie demnächst in der Pro-Sieben-Show „Get the Fuck out of my House“ („Hau verdammt noch mal aus meinem Haus ab“), die ab Januar läuft, zu sehen sein wird. Der Kasseler Alvaro Crespo war der dritte heimische Kandidat. Der gebürtige Ecuadorianer, der mit seiner Al Crespo Band für feierliche Anlässe gebucht werden kann, hatte es bis in den „Recall“ geschafft. Dann war auch für ihn Schluss.

Der Deal mit den Löwen

Der Deal steht (von links): Carsten Fried, Investor Ralf Dümmel und Walter Fried.

Die Idee ist simpel wie genial: ein handlicher Hebebügel zum schnellen und problemlosen Ein- und Aushängen von Türen. Das ist die Erfindung von Walter Fried aus Vellmar. Gemeinsam mit seinem Sohn Carsten leitet er das Unternehmen „Fried Elements“. Ende Oktober warben Vater und Sohn in der Vox-Sendung „Die Höhle der Löwen“ um Investoren für ihren Türhebel – und machten den Deal mit Investor Ralf Dümmel. 

Seitdem gibt es den Türhebel der Frieds in etlichen Läden und bei Online-Händlern für 9,95 Euro zu kaufen. Reich seien sie in der Kürze der Zeit zwar noch nicht geworden, doch der ersten Wasserstandsmeldung der Einzelhändler nach, laufe es bisher sehr gut, sagt Carsten Fried. Und ein neues Produkt ist schon in der Entwicklung. Einzelheiten dürfe er zwar noch nicht verraten, sagt Fried, aber es sei wieder ein Werkzeug für Haus, Garten und Terrasse.

Ein Supertalent

Sora

Es war eine tolle Zeit“ – ihre Teilnahme an der RTL-Show „Das Supertalent“ hat die Kasseler Sängerin Sora (28) in guter Erinnerung behalten. „Ich war da, wo ich hingehöre: auf der Bühne“, sagt sie. Vor allem in der Region habe sich ihre Bekanntheit durch den Auftritt in der Show gesteigert. Dass sie ihr eigenes Lied nicht singen durfte, weil die Macher lieber die Cover-Version eines Xavier-Naidoo-Songs hören wollten, findet sie gar nicht schlimm. Dadurch hätte sie nämlich die Rechte an dem Song verloren. Auch privat habe Sora viel gelernt: „Ich weiß jetzt, wie ich persönlich mit diesem Business am besten umgehen kann.“ Im kommenden Jahr geht Sora mit ihrem ersten eigenen Album auf Tour. Am 8. März spielt sie in Kassel im Palais Hopp. Auch für Hochzeiten kann man sie buchen. Mehr Informationen gibt es unter www.soramusic.de.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.