Tipps für sichere Ausflüge

Dünnes Eis: Feuerwehr Kassel warnt vor zugefrorenen Gewässern

Trotz Frost sollte man keinen Spaziergang auf zugefrorenen Gewässern wagen. Tipps für sichere Ausflüge und was man tun sollte, wenn man doch im kalten Wasser landet, gibt die Kasseler Feuerwehr. 

"Trotz der aktuellen Minusgrade sind viele Eisflächen zu dünn. Wer das dünne Eis betritt, droht einzubrechen", erklärt Norbert Schmitz, Leiter der Feuerwehr Kassel. Auch der vielfach in Deutschland herrschende Frost der vergangenen Tage garantiert nicht, dass die Eisdecke auf Seen oder Flüssen tragfähig ist. "Innerhalb weniger Minuten in rund vier Grad kaltem Wasser erschlaffen die Muskeln, der Körper erlahmt, die eingebrochene Person geht unter", so erläutert Schmitz und warnt: Besonders Kinder lassen sich vom glitzernden Eis zu unvorsichtigem Verhalten verleiten. 

Tipps der Feuerwehren für einen sicheren Ausflug

  •  örtliche Warnhinweise ernst nehmen 
  •  Kindern die Gefahren erklären
  •  einsame Ausflüge auf dem Eis vermeiden, wo keiner helfen kann
  •  Vorsicht nicht nur bei fließendem Gewässer, verschneiter              Oberfläche und bewachsenem Ufer. Auch an Ein- und Ausflüssen und vor allem an dunklen Stellen kann das Eis plötzlich dünn werden.
  • Eisfläche nicht betreten, wenn das Eis knistert, knackt oder Risse aufweist
  • in so einem Fall: flach hinlegen und vorsichtig zum Ufer robben

    Verhalten im Unglücksfall

    Sollte es bereits zu einem Einbruch in das Eis gekommen sein, empfiehlt die Feuerwehr folgendes Verhalten:
  •  Wer einbricht, sollte versuchen, sich vorsichtig am Eis festzuhalten oder darauf zu ziehen. Wenn das Eis weiter bricht, kann man sich mit Fäusten oder Ellenbogen einen Weg zum Ufer frei schlagen.
  • Helfer sollten sich nicht selbst in Gefahr bringen und sich nicht zu weit hinaus wagen. Dabei mit Leinen, Schwimmwesten oder Rettungsringen für die eigene Sicherheit sorgen. 
  • Die Rettungskräfte über den Notruf 112 alarmieren.
  • Wer sich zum Helfen auf die Eisfläche begibt, sollte dafür eine Unterlage (Leiter, Bretter, Zaun, Hockeyschläger) verwenden, um das Gewicht zu verteilen.
  • Die Hilfsmittel kann man der eingebrochenen Person zuschieben.
  • Eine quer über die Einbruchstelle gelegte Unterlage oder Äste machen die Rettung leichter.
  • Gerettete in warme Decken (Rettungsdecke) oder Jacken hüllen, vorsichtig erwärmen, nicht als "Hausmittel" mit Schnee abreiben.
  • Unterkühlten Personen keinen Alkohol geben, stattdessen möglichst warmen Tee reichen.

Rubriklistenbild: © Müller

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