Ehemalige Göker-Firma

Durchsuchung bei Axa: Makler soll MEG-Daten genutzt haben

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Axa-Konzern (Symbolbild): Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde am Mittwoch ein Büro der Axa-Versicherung in Kassel durchsucht.

Kassel. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde am Mittwoch ein Büro der Axa-Versicherung durchsucht. Der Geschäftsführer, dessen Wohnung ebenfalls durchsucht worden sei, stehe in Verdacht, widerrechtlich Kundendaten der früheren MEG AG genutzt zu haben.

Weil es sich um einen gewerbsmäßigen Verstoß handele, drohe eine Gefängnisstrafe von bis zu fünf Jahren.

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Wo genau sich das Büro in der Innenstadt befindet, wollte Nedwed nicht sagen. Die genutzten Adressdaten von potentiellen Kunden privater Krankenversicherungen kämen offenbar aus dem Bestand der MEG und gehörten somit in die Insolvenzmasse der Firma. Der Beschuldigte stehe daher in dem Verdacht, gegen das Urheberrechtsgesetz verstoßen zu haben. Er soll sich unbefugt Geschäfts- und Betriebsgeheimnisse verschafft und verwertet haben.

Vermutlich hat der Ex-MEG-Chef Mehmet Göker dem Kasseler Versicherungsmakler die Daten seiner früheren Firma verkauft. Gegen Göker wurde kürzlich ebenfalls wegen gewerbsmäßigen Verrats von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen und des Verstoßes gegen das Bundesdatenschutzgesetz Anklage erhoben. Gegen Göker, der sich in der Türkei aufhält, liegt ein Haftbefehl vor. Er soll von dort aus mit 495.000 Datensätzen der früheren MEG handeln. (bal)

Archiv-Video: Göker-Film von Klaus Stern

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