Durchwachsenes Börsenjahr für Unternehmen der Region: SMA mit größtem Minus

Kassel. Das Börsenjahr 2014 war turbulent und aus Sicht der betroffenen Unternehmen in Stadt und Landkreis eher durchwachsen.

Der Deutsche Aktienindex Dax, dem die 30 Schwergewichte im Inland angehören, legte nach einer Berg- und Talfahrt gerade mal mickrige 2,7 Prozent auf 9806 Punkte zu. Der MDax der 50 mittelgroßen Werte, der in den Vorjahren stets stärker wuchs als der Dax, schaffte sogar nur das Miniplus von 2,2 Prozent auf 16.935 Zähler.

Lediglich der TecDax der 30 Technologiewerte machte mit einem Plus von 17,5 Prozent auf 1371 Punkte einen Riesensprung. Dem SDax der 50 kleinen Aktiengesellschaften gelang immerhin ein Plus von 5,8 Prozent auf 7186 Zähler.

Dabei entwickelten sich die einzelnen Werte recht unterschiedlich. Volkswagen-Titel (Dax) verloren übers Jahr gesehen fast zehn Prozent auf 184,65 Euro. Allerdings hatte Europas größter Autobauer in den Vorjahren überdurchschnittlich kräftig zugelegt.

Daimler-Papiere (Dax) verbesserten sich dagegen um 9,7 Prozent auf 68,97 Euro. Die Titel des Kasseler Salz- und Düngemittelkonzerns K+S kamen mit einem Miniplus von 2,4 Prozent auf 22,91 Euro kaum von der Stelle.

Als Geldvernichtungsmaschine erwies sich einmal mehr der in einer tiefen Krise steckende Niestetaler Solartechnik-Konzern SMA (TecDax). Die Aktie verlor seit Jahresbeginn ein Drittel ihres Wertes und landete bei 15,30 Euro. Am 17. Dezember markierte sie ihr bisheriges Allzeittief bei 13,88 Euro. Zur Erinnerung: Mitte 2008 wurde das Papier für 47 Euro an die Börse gebracht, gut zwei Jahre später notierte es bei seinem Allzeithoch von 106,70 Euro.

Auch die Aktionäre von Panzerbauer Rheinmetall (MDax), der zwei Werke in Kassel betreibt, mussten Federn lassen. Das Papier verlor auf Jahressicht 19,1 Prozent auf 36,27 Euro. Zwar geht es dem Unternehmen vergleichsweise gut. Die Sparprogramme bei europäischen Armeen und die restriktiven Ausfuhrbestimmungen drückten aber ordentlich auf Stimmung und Aktienkurs. Der deutsch-kanadische Lokbauer Bombardier, der in Kassel 750 Menschen beschäftigt, verschlechterte sich um gut 12,1 Prozent auf 2,84 Euro.

Die Aktie des französischen Elektro- und Bahntechnik-Konzerns Alstom, der in Kassel Hochleistungsschalter baut, trat praktisch auf der Stelle und beendete das Jahr mit 26,78 Euro.

Wären da noch die kleinen Börsenperlen wie die Gesco und Schaltbau AG (beide SDax). Erstere ist eine Beteiligungsgesellschaft aus Wuppertal und Mutter des Sondermaschinenbauers Beier an der Wolfhager Straße. Deren Börsenkurs schrumpfte um sieben Cent auf 70,08 Euro. Das sei ihr verziehen. Schließlich hat sich der Kurs in den letzten fünf Jahren verdoppelt. Und Schaltbau, die Münchner Mutter des Bahn- und Bustüren-Herstellers Bode, verlor 8,6 Prozent auf 42,07 Euro. Allerdings hat sich der Wert dieser Aktie seit 2010 verdreieinhalbfacht.

Rubriklistenbild: © dpa

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