Neues Konzept vorgestellt

Elektrische Dienstfahrzeuge: Weniger Abgase im Bergpark und in der Karlsaue

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Alles mit Elektroantrieb: Landschaftsgärtner Johannes Cöster (von links) Ministerin Angela Dorn und MHK-Direktor Martin Eberle präsentieren die neue Ausrüstung vor Schloss Wilhelmshöhe. 

Eine Akku-Heckenschere oder ein Elektro-Rasenmäher: Die Museumslandschaft Hessen Kassel und das Land setzen in einigen Kasseler Parks auf Elektroantrieb. 

Dieselfahrzeuge und benzinbetriebene Gartengeräte sollen nach und nach aus dem Bergpark Wilhelmshöhe, der Karlsaue und dem Park von Schloss Wilhelmsthal verschwinden. Stattdessen setzen die Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK) und das Land auf Elektroantrieb. Gestern haben Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn (Grüne) und MHK-Direktor Prof. Martin Eberle das neue Konzept vorgestellt.

Mit einem Elektro-BMW als Dienstfahrzeug und einem schadstofffreien Kleinlaster ist der neue Fuhrpark noch überschaubar. Das sei erst der Anfang, weitere Fahrzeuge würden folgen, kündigte Eberle an. Schon jetzt sei der Elektrolaster im Park von Schloss Wilhelmsthal im Einsatz. Auch im Bergpark Wilhelmshöhe und in der Karlsaue sollen die MHK-Mitarbeiter verstärkt abgasfrei unterwegs sein. Dazu tragen mehrere neue Elektrofahrräder bei, mit denen man auch kleinere Lasten oder Werkzeug transportieren kann.

Elektrogeräte wie Akku-Heckenscheren

Doch nicht nur das. Die MHK nutzt künftig im Garten- und Landschaftsbau immer mehr Elektrogeräte wie Akku-Heckenscheren oder Rasenmäher. Weitere Elektromobile sollen folgen. Im Bergpark ist deren Einsatz gar nicht so einfach, denn hier müssen die Fahrzeuge teilweise erhebliche Steigungen überwinden. Versuche, einen Elektrobus für den Linienverkehr zwischen Schloss und Löwenburg einzusetzen, seien bislang ohne Erfolg verlaufen, sagt MHK-Direktor Eberle. 

Dieses Video ist ein Inhalt der Videoplattform Glomex und wurde nicht von der HNA erstellt.

Trotzdem soll die E-Mobilität bei der Museumslandschaft weiter ausgebaut werden. Das sei ein wichtiger Beitrag für einen gesünderen Arbeitsplatz und die Umwelt. „Die historischen Garten- und Parkanlagen der MHK sind empfindliche Biotope und Lebensräume vieler Tier- und Pflanzenarten. Die wollen wir schützen und verzichten deswegen nach und nach auf Fahrzeuge und Geräte mit Dieselantrieb“, sagt Ministerin Angela Dorn.

Weniger Schadstoffe 

Durch weniger Schadstoffe und einen geringeren Geräuschpegel werde der Aufenthalt für die Besucher angenehmer, hofft die Ministerin. Genau diese Erfahrung haben die Mitarbeiter schon gemacht. Es sei ein großer Unterschied, ob man mit einem relativ lauten Dieselmotor durch den Park fahre oder mit dem kleinen Elektrolaster, sagt Landschaftsgärtner Johannes Cöster. Er werde jetzt viel öfter freundlich gegrüßt.

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