Verhandlungen mit Kommunen

Preise noch nicht klar: Potenzielle EAM-Kunden müssen sich gedulden 

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Hauptgeschäftsfeld: Die neue EAM will ihr Geld vor allem mit dem Netzbetrieb verdienen. Die Versorgung von Kunden mit Strom sowie die Erzeugung sollen lukrative Zusatzgeschäfte werden.

Kassel. Bei dem Thema, das die potenziellen Kunden der neuen EAM am stärksten interessiert, lässt sich Geschäftsführer Georg von Meibom nicht aus der Reserve locken: Zu den künftigen Preisen von Strom und Gas sagt der frühere Eon-Mitte- und heutige EAM-Chef nichts.

„Das werden Sie sehen, wenn wir am Markt sind“, so der 53-Jährige im HNA-Gespräch. Er lässt nur soviel durchblicken: Aus seiner Sicht werden es attraktive, aber keine Kampfpreise sein.

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Während das 1200 Mitarbeiter zählende Unternehmen mit Sitz in der Kasseler Monteverdistraße den Schritt auf den Strom- und Gasmarkt vorbereitet, verhandelt die EAM-Führung parallel erneut mit der kommunalen Seite. Diesmal geht es um die Möglichkeit für die Städte und Gemeinden im Geschäftsgebiet zwischen dem südniedersächsischen Northeim und dem mittelhessischen Wetzlar, vom Eichsfeldkreis in Thüringen bis zum KJreis-Waldeck-Frankenberg im Westen bei der EAM einzusteigen. 130 Kommunen hätten ihr Interesse bekundet, berichtet von Meibom. „Bis zur Sommerpause wollen wir die Verträge auf den Tisch legen“, sagt der EAM-Geschäftsführer.

Früher bei Eon-Mitte, heute bei der EAM: Georg von Meibom

Nach der Sommerpause beginnt dann in den Kommunalparlamenten die Beratung über das Angebot - der Ausgang ist offen. Bei der EAM ist man allerdings überzeugt, den Kommunen ein attraktives Angebot unterbreiten zu können, das selbst den finanziell stark reglementierten Schutzschirm-Kommunen offenstehen soll. Und wie ist die Resonanz in den Rathäusern bislang?. Meibom: „Eine Handvoll Kommunen hat abgesagt.“

Auf die aktuelle Kritik an der EAM wegen des fehlenden Vertriebs reagiert man bei den neuen Eigentümern zurückhaltend. Kassels Landrat Uwe Schmidt (SPD), der die Übernahme von Eon Mitte mit eingetütet hatte, ließ auf HNA-Anfrage von seinem Sprecher Harald Kühlborn ausrichten, dass er von einem „guten Angebot“ der EAM für die Strom- und Gaskunden ausgehe. Auf eine Zahl, wieviele Kunden die EAM am Jahresende haben wird, wollte sich der Landrat allerdings nicht festlegen.

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