Klage gegen Edeka: Mitarbeiter kämpfen um ihren Lohn

Kassel/Baunatal. In mehreren Verfahren streiten über 40 Beschäftigte von Edeka Hessenring darum, dass der Tarifvertrag im Einzelhandel weiter für sie gilt. Unterstützt werden sie von der Gewerkschaft Verdi, die mit Klagen fast das komplette Kasseler Arbeitsgericht beschäftigt.

Bei Güteverhandlungen am Montag gab es keine Einigung zwischen beiden Seiten. Neue Termine, bei denen wohl Urteile gesprochen werden, sind für Ende Oktober/Anfang November angesetzt worden.

Verdi rechnet damit, dass ein Teil der Verfahren verloren geht, will aber aus grundsätzlichen Erwägungen falls nötig bis vor das Bundesarbeitsgericht ziehen, sagte Justiziarin Sylvia Töngi. Verdi will einen Tarifvertrag mit gleichen Bedingungen für alle 8300 Beschäftigten von Edeka Hessenring und Tochterfirmen. Viele langjährige Mitarbeiter würde regelrecht abgestraft. Alle Versuche, innerbetriebliche Lösungen zu finden, seien bislang gescheitert.

Die jetzt klagenden Mitarbeiter sind im Ratio-Markt in Baunatal tätig, den die Edeka-Tochter Marktkauf 2011 übernommen hatte. Laut Verdi will Edeka Hessenring den Tarifabschluss im Einzelhandel nicht für die 140 Ratio-Mitarbeiter übernehmen. Vielmehr soll die Arbeitszeit von 37,5 auf 40 Stunden angehoben werden. Zudem soll es wie bei anderen Edeka-Töchtern Abstriche bei Urlaubs- und Weihnachtsgeld geben.

Edeka Hessenring wollte sich auf Anfrage nicht zu den Verfahren und den Vorwürfen von Verdi äußern. (clm)

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Rubriklistenbild: © dpa

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