Sanierungsarbeiten an der Harleshäuser Straße nach hohem Brandschaden dauern an

Edeka öffnet am 21.März

Supermarkt als Baustelle: Sascha Pöhler (Fliesen Schaub) erneuert den Boden im Untergeschoss. An der Stelle, wo das Regal gebrannt hatte, wurden die Fliesen vom Brand zerstört. Erwin Führus (hinten) kann die Wiedereröffnung seines Marktes kaum erwarten. Foto: Malmus

Kirchditmold. Seit zwei Monaten ist der Edeka-Markt an der Harleshäuser Straße wegen eines großen Brandschadens geschlossen. Jetzt steht der Termin der Wiedereröffnung fest: Am 21. März geht der Verkauf wieder los, sagt Betreiber Erwin Führus – vorausgesetzt, die restlichen Arbeiten verlaufen nach Plan.

Nach dem Brand am Abend des Nikolaustags, bei dem Schaden in Höhe von 1,5 Mio. Euro entstand, war man zunächst davon ausgegangen, dass die Sanierung im Februar abgeschlossen sein könnte. Die Bauarbeiten sind aber doch umfangreicher als ursprünglich gedacht. Wie berichtet, war im Untergeschoss ein Kühlregal in Brand geraten. Ursache war ein technischer Defekt. Der unmittelbare Schaden am Brandherd war zwar überschaubar. Weil sich aber eine schmierige Rußschicht auf alle Waren und Regale in dem 500 Quadratmeter großen Markt gelegt hatte, musste alles raus.

Die frischen Lebensmittel mussten entsorgt werden, verpackte Waren und Konserven gingen an Verwerterfirmen. „Das waren Sattelzüge voll, die da weggefahren wurden“, sagt Führus, der den Edeka-Markt seit 2001 betreibt. Ein Teil der Ware wird dann in Sonderposten-Läden weiterverkauft.

Auch sämtliche Regale und Theken wurden ausgebaut und von Spezialfirmen gereinigt. Selbst die Zwischendecken der Verkaufsräume mussten ausgetauscht werden. Sie hätten sonst den Brandgeruch nach und nach wieder abgegeben.

Noch erinnert nichts im Gebäudeinnern an einen Supermarkt, ein Dutzend Handwerker ist an allen Ecken beschäftigt. „In zehn Tagen soll alles so weit sein, dass die Möbel wiederkommen können“, sagt Führus, der sich momentan mehr als Bauherr denn als Kaufmann fühlt. Ab Anfang März soll dann mit dem Einräumen begonnen werden.

Der Markt, der erst vor drei Jahren umgebaut worden war, solle genauso aufgeteilt sein wie zuvor, sagt der 55-Jährige. „Wir wollen schließlich nicht, dass unsere Kunden, die jetzt so lange ausweichen mussten, sich dann noch mal neu orientieren müssen.“ Gerade ältere Stammkunden, die nicht mobil seien, warteten schon auf die Wiedereröffnung. Auch die 90 Mitarbeiter, deren Gehälter dank der Versicherung auch während der brandbedingten Pause weitergezahlt wurden, wollten endlich wieder arbeiten, sagt der Supermarkt-Chef. Einige hätten im zugehörigen Getränkemarkt, der nicht vom Brand betroffen war, mitgearbeitet. Erfreulicherweise sei dort, trotz der vorübergehenden Schließung des Supermarktes, der Umsatz nicht nennenswert eingebrochen, sagt Führus’ Frau Andrea Freitag. „Dass wir so treue Kunden haben, ist wirklich toll.“

Von Katja Rudolph

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