Gesundheitsbehörden ermitteln

Ehec-Fälle nach Konfirmation in Kassel: Heiße Spur bei Suche nach Quelle?

Kassel. Haben die Kasseler Gesundheitsbehörden eine heiße Spur bei der Suche nach den gefährlichen Ehec-Erregern, die vermutlich sechs Menschen aus unserer Region krank gemacht haben? Offenbar schon.

Aktuelle Informationen:

- Fragen und Antworten zu EHEC-Infektionen durch pflanzliche Lebensmittel

- Die Hygieneempfehlungen des Robert-Koch-Instituts

- die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gibt ebenfalls Tipps

Bei einer Konfirmationsfeier haben sich nicht nur ein 52-jähriger Kasseler, sondern auch vier Gäste aus Südhessen mit dem Darmkeim infiziert.

Diesem Fall gehen die Behörden derzeit mit Hochdruck nach. So untersuchen die Veterinäre einen Gastronomiebetrieb, in dem die Gesellschaft nach der Kirche essen war. Allerdings waren an diesem Tag zwei weitere Konfirmationsgesellschaften dort zu Gast, von denen niemand erkrankte. Einen Teil der Gäste hatte die Familie aber auch zu Hause bewirtet. Einem möglichen Zusammenhang gehen die Behörden nach, sagt der stellvertretende Leiter des Gesundheitsamtes Region Kassel Dr. Markus Schimmelpfennig.

Im Landesbetrieb Hessisches Landeslabor (LHL) in Kassel werden unterdessen ständig Lebensmittelproben aus ganz Hessen auf Ehec-Keime untersucht. Bisher waren jedoch alle Proben negativ.

EHEC: Die wichtigsten Fragen und Antworten

Gestern registrierte das Gesundheitsamt zwei weitere Ehec-Verdachtsfälle: Zwei Männer (44 und 31 Jahre alt)  mit blutigem Stuhlgang werden in Krankenhaus behandelt. Einer 57-jährigen Krankenhauspatientin, die unter einer immunschwächenden Grunderkrankung leidet, ging es gestern - auch ohne die Komplikation eines hämolytisch-urämischen Syndroms (HUS) - schlechter.

Unverändert schlecht gehe es auch der 73-jährigen Ehec-Patientin. Bei ihr wurde der - auch in Norddeutschland gefundene - "Erreger-Subtyp 0 104" vom Labor bestätigt. Der Zustand des 52-jährigen, bei dem sich ein HUS entwickelt hatte, besserte sich indes gestern ein wenig, sagte Schimmelpfennig. Einer 44-jährigen Erkrankten ging es weiterhin relativ gut. (hei)

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