Ehec: Sieben Patienten zurzeit im Krankenhaus - einigen geht es besser

Kassel. Bei den drei Kasseler Gästen der Geburtstagsfeier in Uschlag ist die Ehec-Infektion nachgewiesen - zwei von ihnen sind leider auch am hämolytisch-urämischen Syndrom (HUS) erkrankt, bei dem Blutzellen geschädigt und die Nierenfunktion gestört werden.

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Daneben gibt es in Kassel noch drei weitere Verdachtsfälle, sagte am Donnerstag der stellvertretende Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Markus Schimmelpfennig. Derzeit befinden sich sieben Patienten aus unserer Region wegen einer Ehec-Infektion beziehungsweise verdächtigen Symptomen im Krankenhaus - vier mehr als noch Anfang der Woche.

Nach Angaben des Ordnungsamtes der Stadt Kassel nimmt der als Ehec-Quelle unter Verdacht geratene Partyservice aus dem Landkreis nicht mit einem Stand am Stadtfest teil. Zum Fest werden über Pfingsten Zehntausende Besucher strömen.

Markus  Schimmelpfennig

Bislang gibt es in Kassel vier bestätigte Fälle mit dem gefürchteten Keim. Darunter auch eine 73-jährige Frau, die an die Uni-Klinik Göttingen verlegt worden war. In zwei weiteren Fällen sei ein anderer Ehec-Erreger als der derzeit grassierende Serotyp O 140:H4 nachgewiesen worden.

Die gute Nachricht: Zwei Patienten mit dem gefährlichen hämolytisch-urämischen Syndrom (HUS) gehe es deutlich besser.

Mehr Informationen finden Sie hier:

- Expertenforum des aid infodienstes Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz e.V.

- Ehec-Verbraucherinformationen Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)

- Ehec-Verbraucherinformationen Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

- Ehec-Verbraucherinformationen Robert Koch-Institut (RKI)

Eine 67-Jährige wurde bereits von der Intensivstation des Kasseler Klinikums auf eine Normalstation verlegt. Auch der Zustand des 52-jährigen Kasselers habe sich so weit verbessert, dass er nicht mehr intensiv behandelt werden müsse.

Unterdessen gehe die Suche nach den Infektionsursachen weiter, sagte Schimmelpfennig. Betroffene und Angehörige würden intensiv befragt. Bei der Spurensuche stieß man auf den Zusammenhang mit einer Konfirmationsfeier, nach der nicht nur der 52-jährige Kasseler, sondern auch vier weitere angereiste Gäste erkrankt waren. (hei/hai)

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