Stadtteil engagiert sich

Ehemalige Heinrich-Steul-Schule ist nun Flüchtlingsheim

Ein neuer Wohnraum in der ehemaligen Schulbücherei: Mario Neumann betrachtet das Ergebnis der Umbauarbeiten und Raumgestaltung. Foto:  Malmus

Kassel. Die Betten sind bereits bezogen und in den Räumen duftet es nach frischer Wäsche. Jetzt müssen nur noch die neuen Bewohner kommen, die vorübergehend in die ehemalige Heinrich-Steul-Schule im Forstfeld einziehen.

Die ersten Flüchtlinge aus Somalia, Serbien und Syrien werden am 29. Januar erwartet, sagte am Freitag Mario Neumann vom Sozialamt der Stadt Kassel.

Angekündigt sind zunächst 18 Personen, darunter eine Familie mit vier Kindern. Bewohner aus dem Stadtteil hätten schon nach dem Ankunftstermin gefragt, weil sie die Familien willkommen heißen wollen, sagt Neumann. Auch die Ortsbeirat engagiere sich sehr, um die Asylbewerber, die oft eine dramatische Flucht erlebt haben, mit offenen Armen aufzunehmen und zu unterstützen.

70 bis 100 Menschen können in insgesamt 35 neu geschaffenen Wohnräumen untergebracht werden. Ihnen stehen auch eine Gemeinschaftsküche mit 14 Arbeitsplätzen, ein im Schulhof zusätzlich aufgestellter Duschcontainer und ein Gemeinschaftsraum zur Verfügung. Letzterer wird beispielsweise für den Deutsch-Unterricht genutzt. Vor allem die Kinder werden sich über das großzügige Außengelände mit vielen Spiel- und Sportmöglichkeiten freuen. Außerdem wird eine in Vollzeit beschäftigte Sozialarbeiterin des Caritasverbandes die Asylbewerber im Forstfeld betreuen und auch Ansprechpartnerin für jene sein, die ehrenamtlich helfen oder spenden wollen.

Viele Spenden seien bereits eingegangen, sagt Bernardo Barba von der Immobilienfirma Vinber. Unter anderem alte Kirchenbänke für den Speiseraum und Fernseher. Weitere Spenden seien willkommen. Benötigt würden beispielsweise Haushaltsgegenstände (Kontakt: Tel. 31 24 55).

Rund 100 000 Euro habe der Umbau der seit 2011 leer stehenden Schule gekostet. Leider musste dabei auch eine Blitzschutzanlage erneuert werden, die Metalldiebe während des Leerstands abmontiert hatten. (hei)

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