Künftiges Justizzentrum

Ehemaliges Finanzamt in der Goethestraße: Umbau beginnt Mitte 2015

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Aus Finanzamt wird ein Justizzentrum: Der Umbau an dem historischen Gebäude an der Goethestraße soll Mitte 2015 beginnen. Foto: Fischer

Kassel. Drei Gerichte, ein Gebäude: Das Land Hessen will in den Räumlichkeiten des ehemaligen Finanzamtes an der Goethestraße ein neues Fachjustizzentrum schaffen. Dort sollen der Hessische Verwaltungsgerichtshof (VGH), das Verwaltungsgericht Kassel und das Sozialgericht Kassel einziehen.

Justizministerin Eva Kühne-Hörmann und Finanzminister Dr. Thomas Schäfer gaben am Donnerstag in Wiesbaden konkrete Pläne bekannt. Der Umbau des derzeit leer stehenden historischen Gebäudes soll planmäßig im Sommer 2015 beginnen.

Über den Umzug und Umbau hatte es in der Vergangenheit einige Unstimmigkeiten zwischen dem Justizministerium sowie dem Kunst- und Wissenschaftsministerium gegeben. Als Kühne-Hörmann noch Wissenschaftsministerin war, hatte sie vor allem dem VGH vorgeworfen, den Umzug nicht voranzutreiben.

Torwache räumen

Sie hatte sich damals gewünscht, dass die Torwache, derzeit noch Sitzungssaal des VGH, für museale Zwecke frühzeitig zur Verfügung gestellt wird. In der Torwache hatten Jacob und Wilhelm Grimm mit ihrer Schwester Lotte gewohnt. Die Juristen hatten sich gegen einen frühzeitigen Auszug aus der Torwache gewehrt.

Eva Kühne-Hörmann

Kühne-Hörmann begrüßt in einer Presseerklärung die jetzt gefundene Lösung: „Wir haben es geschafft, die verschiedenen Interessen zu bündeln und eine nachhaltige Lösung für den Justizstandort Kassel zu finden. Nach den Umbaumaßnahmen wird das Fachjustizzentrum in Kassel sowohl für den Verwaltungsgerichtshof als auch für das Verwaltungsgericht und das Sozialgericht moderne und bürgerfreundliche Räumlichkeiten bieten. Damit schaffen wir eine starke und moderne Justiz in Kassel.“

Der vom Hessischen Baumanagement aufgestellte vorläufige Zeitplan sieht vor, dass der Bau Ende 2016 abgeschlossen wird, sodass mit dem Umzug der Gerichte bei planmäßigem Verlauf Anfang 2017 gerechnet werden kann. Dann könnten Sitzungssäle, aber auch die Einlasskontrolle gemeinsam genutzt werden.

Finanzminister Dr. Thomas Schäfer wies auf die Vorteile des neuen Zentrums hin: „Drei in einem: Ich bin froh, dass das historische Gebäude an der Goethestraße in Zukunft wieder genutzt wird – auf moderne Weise.“ Kassel könne sich auf ein besucherfreundliches Justizzentrum freuen und die Mitarbeiter auf bessere Arbeitsbedingungen. (use)

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