Restaurant an der Wilhelmshöher Allee/ Ecke Germaniastraße

Aus ehemaligem Lokal Limerick wird das "Eigenart 116"

Jahrelanger Stillstand beendet: Das ehemalige Restaurant Limerick an der Wilhelmshöher Allee/ Ecke Germaniastraße wird umgebaut.

Kassel. Das frühere Restaurant Limerick an der Wilhelmshöher Allee/ Ecke Germaniastraße wird derzeit umfassend saniert. Unter dem neuen Namen „Eigenart 116“ will der neue Eigentümer das Restaurant, das auch Bar und Café sein soll, möglicherweise schon am 14. März eröffnen. „Eigenart 116“ ist eine Anspielung auf die Hausnummer des Gebäudes.

Der Eröffnungstermin könnte sich aber noch etwas verschieben.

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Der neue Geschäftsführer Neeraj Anand wird bei seinem Vorhaben von dem Kasseler Investor Hans-Peter Simolka von der HSB-Unternehmensgesellschaft unterstützt. Gegenüber der HNA teilte Anand mit, dass er in den nächsten Tagen seine Pläne noch detaillierter vorstellen wolle. Es solle aber auch noch ein Überraschungseffekt für die Gäste bleiben. Gastronomisch werden „klassische, internationale Gerichte neu interpretiert“ versprochen.

Insgesamt präsentiert sich das Lokal im Inneren wesentlich heller und moderner als früher. Die historischen Elemente wurden aber erhalten. Wenig erinnert an die dunkle, rustikale Optik des Limerick. Die Toilettenanlagen im Untergeschoss wurden erneuert. Auch die Fassade wird herausgeputzt. Die Terrasse, die an einigen Stellen abgesackt war, wird neu gestaltet. Wenn die Behörden ihre Zustimmung geben, ist auch der Bau eines Wintergartens an der zur Wilhelmshöher Allee gelegenen Seite angedacht.

An der Konzeption des „Eigenart 116“ wirkte die Kasseler Agentur Eve&Com mit. Die Agentur war unter anderem auch für das Konzept des „Base 13“ verantwortlich, das während der documenta 13 die Gäste am Nordflügel des Kulturbahnhofs bewirtete.

Langer Rechtsstreit

Fenster werden neu lackiert: Michael Dudlej und Otto Ohlwein vom Baunataler Malerbetrieb Albert.

Das ehemalige Restaurant Limerick hatte im Dezember 2012 endgültig seinen Betrieb eingestellt. Der frühere Eigentümer der Immobilie, ein Ex-Bundesligaspieler, der für Borussia Mönchengladbach, den 1. FC Nürnberg und MSV Duisburg spielte, hatte das Objekt verkauft. Dann aber kam es zu einem langwierigen Rechtsstreit zwischen dem Verkäufer und seinem damaligen Pächter.

Artikel aktualisiert um 19.30 Uhr

Der Pächter, der seine Mieten nicht mehr bezahlen konnte, wurde schließlich zwangsgeräumt. Durch die juristische Auseinandersetzung hatte sich der Umbau und der Neuanfang verzögert.

Das Limerick hatte 1994 seine Türen erstmals geöffnet. Vor allem in den 1990er-Jahren war das Lokal meist gut besucht. In den vergangenen Jahren war die Einrichtung aber sichtlich in die Jahre gekommen.

Von Bastian Ludwig

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