Ehrlich sein ist nicht teuer

Viele, die jemanden „schwarz“ in ihrem Privathaushalt beschäftigen, wollen auf diese Weise Geld sparen: ein unnötiges Risiko, denn wer seine Hilfe anmeldet, kann damit sogar Steuern sparen. Außerdem ist die Haushaltshilfe dann auch gesetzlich unfallversichert.

 Bei einer geringfügigen Beschäftigung der Haushaltshilfe im sogenannten Haushaltsscheckverfahren erfolgt die Anmeldung der Haushaltshilfe bei der Minijobzentrale. Hierbei werden pauschale Abgaben für die Sozialversicherung sowie eine zweiprozentige pauschale Lohnsteuer fällig.

Von der Rentenversicherungspflicht kann die Haushaltshilfe sich auf Antrag befreien lassen. Die Steuerermäßigung beträgt hierbei 20 Prozent der Aufwendungen, maximal 510 Euro pro Jahr. Für die Steuererklärung erhält man von der Bundesknappschaft eine Bescheinigung über die entstandenen Aufwendungen.

Ist die Haushaltshilfe ganz regulär sozialversicherungs- und lohnsteuerpflichtig angestellt, kann man als Arbeitgeber die Kosten hierfür auch steuerlich absetzen. Die Förderung beträgt hier 20 Prozent der Aufwendungen von bis zu 20 000 Euro, höchstens also 4000 Euro Steuerermäßigung. Allerdings gelten dabei die normalen Arbeitgeberpflichten.

Welche Tätigkeiten werden gefördert?

Im Rahmen einer solchen Beschäftigung müssen Tätigkeiten ausgeübt werden, die einen engen Bezug zum Haushalt haben, zum Beispiel die Zubereitung der Mahlzeiten, die Reinigung der Wohnung, die Gartenpflege, die Pflege, Versorgung und Betreuung von Kindern sowie von kranken, alten oder pflegebedürftigen Personen.

Die Tätigkeiten müssen im inländischen oder in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union oder im Europäischen Wirtschaftsraum liegenden Haushalt des Auftraggebers ausgeübt werden. (nh)

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