- Umbau auf Eis gelegt

Eigentümer sucht Mieter für ehemaliges Overmeyer-Haus

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Hohe Schaufenster und Natursteinfassade: So soll das ehemalige Overmeyer-Gebäude auf dem Kasseler Königsplatz nach dem Umbau aussehen und „Haus am Kö“ heißen.

Kassel. Spätestens 2012 sollte es für das ehemalige Overmeyer-Haus am Königsplatz einen Neustart geben. Und es sollte eines der ersten Häuser am Platz werden. So sahen die Pläne der Göttinger Grundinvest Kö GmbH, der Eigentümerin des Hauses, noch vor knapp einem Jahr aus.

Doch daraus wird vorerst nichts. Denn es haben sich bisher noch keine Nutzer gefunden. Eigentlich sollte im März dieses Jahres der Umbau starten.

Neustart ungewiss: Noch präsentiert sich das ehemalige Overmeyer-Haus im alten Gewand.

Ein Gastronomiebetrieb etwa, der vor einem Jahr den Einzug ins Erd- und erste Obergeschoss in Aussicht gestellt hatte, hat sich für eine andere Stadt entschieden. Das sagte Grundinvest-Geschäftsführer Bernd Lemensiek am Donnerstag auf Anfrage. Man sei weiterhin mit Mietinteressenten aus unterschiedlichen Bereichen im Gespräch. „Wir haben unsere Vorstellungen, die Nutzer haben ihre - und die müssen zusammenpassen“, erklärte Lemensiek. Ihm geht es vor allem darum, dass die potenziellen Nutzer ein Konzept vorlegen, das realistische Chancen hat, in der Stadt bestehen zu können.

Das Problem: Große ausländische Modehäuser etwa aus Skandinavien, mit denen man Gespräche geführt habe, bevorzugten Großstädte als Standort. „Da ist Kassel als mittelgroße Stadt im Nachteil“, sagte er. Zudem stellen große Einkaufszentren wie das DEZ nach Ansicht Lemensieks eine Konkurrenz für den Standort Innenstadt dar. Konkrete Aussagen bezüglich möglicher Mietinteressenten machte er gestern nicht. Man sei für alle Branchen offen, sagte er.

Eines steht aber fest: Wenn das Overmeyer-Haus, in dem derzeit Billiganbieter angesiedelt sind, umgebaut wird, dann nach den preisgekrönten Plänen des Kasseler Büros ANP. Danach wird sich das „Haus am Kö“ - so soll es einmal heißen - künftig mit hohen Schaufenstern, einer Natursteinfassade und neuen Proportionen präsentieren.

Doch vorher muss feststehen, wer in das Gebäude einzieht und wie er es nutzen will. Daran orientieren sich die Umbau-Kosten. Laut Lemensiek kann es Anfang November erste Ergebnisse geben. (mkx)

Von Mirko Konrad

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